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Google-Rivale: 25 Millionen Dollar für alternative Suchmaschine You

Kann die KI-Suchmaschine You Google oder Bing ernsthafte Konkurrenz machen? - Copyright: Unsplash, Emiliano Vittoriosi
Kann die KI-Suchmaschine You Google oder Bing ernsthafte Konkurrenz machen? - Copyright: Unsplash, Emiliano Vittoriosi

Guten Morgen! Auch während des Wochenendes ging vielerorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Die alternative Suchmaschine You hat eine Finanzspritze über 25 Millionen US-Dollar erhalten. Die Finanzierungsrunde wurde von Radical Ventures angeführt. Neben weiteren Investoren wie Time Ventures, Breyer Capital und Norwest Venture Partners beteiligte sich auch Day One Ventures von Salesforce-CEO Marc Benioff an dem Projekt. Die auf Künstliche Intelligenz (KI) basierende Suchmaschine hat damit insgesamt 45 Millionen Dollar an Geldern eingesammelt.

Das Projekt, das 2020 von Richard Socher, dem früheren Chef-Wissenschaftler von Salesforce, mit ins Leben gerufen wurde, hat nach eigenen Angaben Hunderttausende von Nutzern. Allein im vergangenen Monat sollen die Anmeldungen um 70 Prozent gewachsen sein, während die Suchanfragen von Monat zu Monat um 30 Prozent zulegen. Obwohl dies im Vergleich zu Google und Bing verblasst, verweist Socher laut US-Medien auf die Retention-Rate von You. So sollen 50 Prozent der Nutzer, die You als ihre Standardsuchmaschine festgelegt haben, sie dauerhaft nutzen. Dies sieht Socher als Beweis für ein wachsendes Interesse an alternativen Suchmaschinen. [Mehr bei Axios und Techcrunch]

Auf Gründerszene: Ob E-Scooter oder Carsharing – junge Mobilitätsanbieter haben es immer schwerer, ihre Angebote zu finanzieren. Schuld sind steigende Zinsen, höhere Lebenshaltungskosten und explodierende Energiepreise. Zudem sind Konzerne oft innovativer. Ein Strategiewechsel muss her. Welches Geschäftsfeld jetzt noch Chancen bietet, verrät Mobility-Experte Don Dahlmann in seiner neuen Drehmoment-Kolumne. [Mehr bei Gründerszene]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht und der vergangenen Tage:

Elon Musk will den Prozess, den Twitter gegen ihn anstrebt, hinauszögern: Der Kurznachrichtendienst hatte am vergangenen Dienstag in den USA eine Klage gegen den Tesla-Chef eingereicht. Damit will das Unternehmen Musk zwingen, die geplatzte Übernahme doch noch zum vereinbarten Preis von 54,20 Dollar pro Aktie abzuschließen. Twitter will den Prozess um den geplatzten Deal möglichst beschleunigen. Musks Anwälte forderten am Freitag dagegen, dass dieser „ungerechtfertigte Antrag“ abgelehnt werden sollte. Sie wollen die Verhandlung auf Februar 2023 schieben. [Mehr bei Wall Street Journal und The Guardian]

Penta steht laut eines Berichts des „Handelsblatts“ kurz vor dem Verkauf an den französischen Konkurrenten Qonto. Das Berliner Fintech soll zeitnah veräußert werden, wie es aus Finanzkreisen hieß. Doch weder Penta noch Qonto wollten sich auf Anfrage äußern. Beim Kaufpreis ist die Rede von einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag. Erst im August hatte Penta noch Geld eingesammelt und war auf eine Bewertung von etwa 160 Millionen Euro gekommen. [Mehr bei Handelsblatt]

Virgin Galactic plant, seine Flotte von Raumfahrzeugen zu erweitern, um die Anzahl der Weltraumflüge innerhalb weniger Jahre zu steigern. Das Unternehmen will die Montage von Raumschiffen im US-Bundesstaat Arizona starten und hat einen Vertrag mit Boeing für zwei neue Flugzeuge unterzeichnet. Das von Milliardär Richard Branson gegründete Unternehmen hatte vor einem Jahr weltweites Aufsehen erregt, als es Branson sowie fünf weitere Personen einen Flug ins All absolvieren ließ. [Mehr bei Wall Street Journal]

Amazon hat begonnen, die Zahl der eigenen Markenartikel zu reduzieren. Dies soll laut des „Wall Street Journal“ mit schwachen Verkaufszahlen zu tun haben. Gleichzeitig kündigte der Onlinehändler an, 2022 mehr als 4000 permanente Arbeitsplätze in Großbritannien schaffen zu wollen. Personal wird in den Bereichen Softwareentwicklung, im Produktmanagement und im Engineering sowie für operative Aufgaben in Fulfillment-Zentren, Sortierzentren und Lieferstationen gesucht. Insgesamt werden dann über 75.000 Menschen in Großbritannien für Amazon arbeiten. [Mehr bei Wall Street Journal und CNBC]

Sony hat seine Übernahme von Bungie abgeschlossen. Bei dem Deal flossen 3,6 Milliarden US-Dollar für das Gaming-Unternehmen, das die Sci-Fi-Hits „Halo“ und „Destiny“ herausgebracht hat. Trotz der hohen Summe für ein relativ kleines Unternehmen hatte die Fusion keine kartellrechtliche Prüfung nach sich gezogen. Der Sony-Rivale Microsoft, der Activision Blizzard für 69 Milliarden Dollar kaufen möchte, muss sich dagegen einer Prüfung unterziehen. [Mehr bei Techcrunch]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: In ihren Youtube-Videos spricht Diana zur Löwen über Masturbation und Politik. Das Geld, das sie damit verdient, steckt die Influencerin in Startups. Wir zeigen euch, in welche. [Mehr bei Gründerszene+]

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Eure Gründerszene-Redaktion