Suchen Sie eine neue Position?

Google gibt DailyDeal zurück

AKTUELLER KURS

SymbolKursVeränderung
NBXB.DE0,00
GRPN8,050,08
GOOG573,64+2,30

Berlin (dapd). Google (NasdaqGS: GOOG - Nachrichten) stößt sein deutsche Schnäppchen-Portal DailyDeal ab. Der amerikanische Suchmaschinenkonzern verkauft das Berliner Start-up an seine Gründer und Geschäftsführer Fabian und Ferry Heilemann zurück. Das teilte DailyDeal auf seiner Webseite mit. Die Trennung sei einvernehmlich erfolgt, über den Kaufpreis würden keine Angaben gemacht, sagte ein Sprecher am Freitag der Nachrichtenagentur dapd. Google hatte das Rabatt-Portal vor etwas über einem Jahr wohl für über 100 Millionen Euro übernommen.

DailyDeal wurde im September 2009 gegründet und bietet Kunden auf ihren Wohnort zugeschnittene Rabattgutscheine an, etwa von Restaurants oder Reiseanbietern. Das Internetunternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben derzeit etwa 300 Mitarbeiter und bietet Gutscheine für mehr als 90 Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz an.

Google hatte das zunächst in Hamburg beheimatete Start-up im September 2011 gekauft. Auf dapd-Anfrage verwies der US-Konzern am Freitag darauf, dass auch nach dem Verkauf von DailyDeal der eigene Schnäppchen-Dienst "Offers" fortgeführt werden solle. Google sehe "großes Potenzial" in diesem Bereich. Derzeit wird der Dienst allerdings nur in den USA angeboten.

DailyDeal sucht neue Geschäftsmodelle

Der Gutschein-Markt im Internet ist allerdings hart umkämpft. Zahlreiche Anbieter wie gutschein.de, meingutscheincode.de, gutscheinliebe.de, Groupon (NasdaqGS: GRPN - Nachrichten) oder deals.de werben ebenfalls um die Gunst der Kunden.

Wie groß die Konkurrenz ist, zeigt sich auch am Aktienkurs des wohl größten Anbieters der Branche, Groupon: Beim Börsengang im November (Xetra: A0Z24E - Nachrichten) 2011 kam die Aktie für 20 Dollar auf den Markt, am Freitag war sie weniger als sechs Dollar wert. Das Unternehmen will inzwischen auch weg vom Handel mit Gutscheinen und plant, Dienstleister für lokale Unternehmen zu werden. So sollen etwa Kosmetiksalons oder Restaurants ihr gesamtes Geschäft über das Portal verwalten können.

Auch DailyDeal will sich nach der Trennung von Google neue Geschäftsmodelle erschließen. Das sei unter dem Dach des Suchmaschinenunternehmens nicht immer leicht gewesen: "Die Entscheidungswege sind lang", sagte der Unternehmenes-Sprecher - und verwies dabei vor allem auf die Zeit direkt nach der Übernahme durch Google. Auch das alte Kerngeschäft solle aber weiterverfolgt werden.

Der Handel mit den Rabattgutscheinen laufe besser als oft behauptet. "Die Stimmung in der Branche ist gut", sagte der Sprecher weiter. DailyDeal sei 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent gewachsen.

dapd

Meistgelesene Artikel - Yahoo Finanzen

  • Alles neu macht der März – in diesem Monat treten gleich mehrere neue Gesetze und Regelungen in Kraft. Eine davon dürfte besonders viele Menschen begeistern: Ab 1. März soll die Steuererklärung erleichtert werden, wie "Focus" berichtet. Dafür gibt es künftig ein vorausgefülltes Formular vom Finanzamt. Alle bereits gesammelten …

  • Ikea baut Möbel mit Handy-Ladestationen Yahoo Finanzen - vor 20 Stunden

    Das schwedische Möbelhaus Ikea will in Zukunft Möbel anbieten, die drahtlos Handyakkus aufladen. Tische oder Lampen dienen dann als „Aufladekabel“.

  • Immer mehr «Zombie-Rechner» in Deutschland
    Immer mehr «Zombie-Rechner» in Deutschland dpa - Mo., 2. Mär 2015 16:58 MEZ
    Immer mehr «Zombie-Rechner» in Deutschland

    Die Zahl infizierter Personal Computer ist in Deutschland im vergangenen Jahr wieder auf 40 Prozent gestiegen. Das stellte das Anti-Botnet-Beratungszentrum des Internetverbandes Eco fest.

  • Immobilien: verschenken oder vererben? Klüger kaufen - vor 17 Stunden

    Immobilien im Wert von über einer Billion Euro werden in den kommenden Jahren vererbt. Das freut auch den Staat, denn wenn Häuser und Wohnungen den Eigentümer wechseln, kassiert er kräftig mit. Deshalb gilt es zu überlegen, den Besitz schon zu Lebzeiten zu übertragen, um Steuern zu sparen, rät Finanztest in der aktuellen …

  • Schäuble will für Athen «sehr strenge Maßstäbe» anlegen
    Schäuble will für Athen «sehr strenge Maßstäbe» anlegen

    Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will Griechenland harte Auflagen machen, sollte im Sommer ein drittes Hilfspaket nötig werden: «Ob Griechenland weitere Hilfen braucht, wird man sehen, wenn das zweite Programm beendet ist.»

 
  • Finanzglossar

    Finanzglossar

    Möchten Sie einen Finanzbegriff nachschlagen? Das Yahoo Finanzglossar hat die Antwort! … Mehr »