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Goldpreis: Nächstes Ziel 1.000 oder 2.000 Dollar?

Michael Grünauer, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.
Gold
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Nach dem fulminanten Anstieg des Goldpreises bis zum Sommer 2020 liegt nun bereits eine beträchtliche Durststrecke hinter den Goldanlegern. Denn vom erreichten Allzeithoch bei annähernd 2.070 US-Dollar korrigiert der Goldpreis nun schon seit Monaten über 16,4 % und liegt nun bei ca. 1.730 US-Dollar.

Zugegeben, niemand kann die Zukunft vorhersagen. Das trifft vor allem auf die Börse und die Kursentwicklung einzelner Aktien oder Anlageklassen zu. Doch als Anleger kann man wesentliche Einflussfaktoren analysieren, bewerten und ihre Eintrittswahrscheinlichkeit abschätzen. Diese Einschätzung führt mich dazu, dass ich eine klare Meinung auf die Frage im Titel habe. Doch wodurch wird der Goldpreis derzeit beeinflusst?

Inflation vs. Zinsen

Die stark steigenden Anleiherenditen sorgten bereits zu Beginn der aktuellen Handelswoche für Abgabedruck bei Technologie-Aktien. Der Grund hierfür liegt klar auf der Hand. Denn mehr und mehr Marktteilnehmer sehen dies als erstes Anzeichen für steigende Zinsen. In Anbetracht der starken Verschuldung von Wachstums- bzw. Technologieunternehmen ist es somit kein Wunder, dass die Anteilsscheine abverkauft wurden.

Doch steigende Zinsen sind nicht nur für Aktien, sondern auch für den Goldpreis kontraproduktiv. Würdest du beispielsweise auf risikoarme Anleihen eine attraktive Verzinsung von 2 % erhalten, würdest du wohl kaum in Gold investieren. Denn Gold liefert keine regelmäßigen Erträge und verfügt über keine Wertschöpfung wie die meisten börsennotieren Unternehmen.

Spricht somit vieles gegen eine Investition in Gold? Ja, wenn es da keine Inflation gäbe. Denn die Inflation sorgt dafür, dass Produkte und Dienstleistungen des täglichen Bedarfes von Jahr zu Jahr teurer werden. Bleibt die Inflation in einem bestimmten Korridor konstant, ist das kein Problem. Steigt die Inflation jedoch zu stark an, wird dies für Menschen, die hohe Cash-Reserven halten, problematisch.

Wenngleich 100 Euro stets 100 Euro bleiben, kann der Wert jedoch dramatisch sinken. Eine solche Entwicklung würde jedenfalls den Goldpreis beflügeln. Angesichts der massiven Stimuli der Notenbanken durch die Coronavirus-Pandemie halte ich eine steigende Inflation durchaus für möglich. Denn sollte die Wirtschaft tatsächlich wieder in Schwung kommen, könnte die massiv gesteigerte Geldmenge zu deutlichen Teuerungen führen. In diesem Szenario könnten Anleger in Versuchung geraten, zunehmend in Sachwerte zu investieren. Dies würde ohne Zweifel den Goldpreis beflügeln.

Fazit

Grundsätzlich gibt es viele Gründe, die gegen eine Anlage in Gold sprechen. Darunter fallen beispielsweise eine fehlende Wertschöpfung oder die Gefahr von Zinssteigerungen in der nahen Zukunft.

Andererseits könnte eine Investition in das wertvolle Edelmetall für eine zusätzliche Diversifikation deines Portfolios sorgen. Hierbei solltest du jedoch beachten, den Goldanteil in deinem Portfolio nicht übermäßig groß zu halten. Denn langfristig, d. h. über einen Zeitraum von über 20 Jahren, werden Aktien voraussichtlich eine bessere Rendite abwerfen. Das trifft vermutlich selbst dann zu, wenn der Goldpreis tatsächlich wieder deutlich über 2.000 US-Dollar steigen sollte.

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