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Goldman Sachs: In diese 24 Aktien solltet ihr investieren, wenn immer mehr Anleger ihre Anteile verkaufen

·Lesedauer: 3 Min.
Bulle und Bär Skulpturen auf dem Frankfurter Börsenplatz.
Bulle und Bär Skulpturen auf dem Frankfurter Börsenplatz.

Nach knapp zwei Jahren des Anstiegs und starker Rendite befürchten immer mehr Investoren, dass die beste Zeit der Börse bereits hinter ihnen liegen könnte.

Tatsächlich gibt es derzeit mehrere Faktoren, die sich negativ auf die Aktienkurse auswirken können. Experten hatten bereits gewarnt, dass die Bewertung etlicher Aktien sich beinahe auf einer ähnlichen Höhe befinden würde, wie es zuletzt bei der geplatzten Dotcom-Blase im Jahr 2000 der Fall war. Um einer bevorstehenden Inflation entgegenzuwirken, plant die US-Notenbank Federal Reserve zudem eine straffere Geldpolitik, in der beispielsweise Zinsen 2022 mindestens um das Dreifache erhöht werden sollen. Hinzu kommt, dass sich das Wirtschafts- und Einkommenswachstum momentan verlangsamt.

Immer mehr Anleger trennen sich von ihren Anteilen

In Anbetracht all dieser Gegenwinde, verkaufen Investoren gerade scharenweise Aktien. Sowohl der US-amerikanische Aktienindex S&P 500 als auch die Technologiebörse Nasdaq waren Anfang 2022 zwischenzeitlich um beinahe 7,5 beziehungsweise 11,5 Prozent eingestürzt. Der Dow-Jones-Index ist um mehr als fünf Prozent gefallen.

Lediglich der Energiesektor habe es bislang geschafft, den Kopf über Wasser zu halten, so die Börsenbeobachter der Investment-Bank Goldman Sachs in einer Mitteilung vom 23. Januar.

David Kostin, leitender Aktienstratege für den US-Markt, schreibt darin: „Die Geschwindigkeit, mit welcher der S&P 500 Index so drastisch gefallen ist, stellt eine große Herausforderung für die Fondsmanager dar.“ In der Mitteilung führten die Investmentexperten von Goldman Sachs entscheidende Risiken und Möglichkeiten auf, die sich derzeit für den Aktienmarkt ergeben. Darüber hinaus stellten sie eine Liste mit insgesamt 24 Aktien zusammen, die den drohenden Abschwung überstehen könnten.

Aktienstrategen seien „alarmiert“

In dem aktuellen Investitionsklima zu navigieren ist zuweilen eine echte Herausforderung. Dafür ist es vergleichsweise einfach zu verstehen, welchen Risiken der Aktienmarkt derzeit ausgesetzt ist.

Das Vorhaben der Federal Reserve, Zinsen 2022 mindestens um das Dreifache zu erhöhen, „alarmierte die Aktienstrategen“, so Kostin. Als die Nasdaq Anfang November ein Rekordhoch verzeichnete, rechnete der Markt mit mindestens zwei Zinserhöhungen in 2022. Mittlerweile gehe man sogar von vier aus, wobei die Börsenbeobachter von Goldman Sachs sogar fünf Erhöhungen für möglich hielten, schreibt Kostin. Die ersten davon könnten bereits im März stattfinden.

Dies hat zur Folge, dass immer weniger für ein zukünftiges Wachstum voll einzahlen möchten, wodurch wiederum das Kurs-Gewinn-Verhältnis einer Aktie komprimiert wird. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von S&P 500 sei 2022 bislang von 21,5 auf 19,6 und damit um ganze 9,6 Prozent gefallen, schreibt Kostin. Er fügte jedoch hinzu, dass diese Kennzahl noch sehr viel weiter sinken könne.

Das einzige, das sich auf den Aktienkurs noch negativer auswirkt als eine wiederholte Stauchung, ist, wenn die Quartalsabschlüsse hinter den Erwartungen zurückbleiben. Diese waren nach den herausragenden Quartalsergebnissen 2021 hochgesteckt, jedoch deuten frühe Rückschlüsse aus Q4 bereits darauf hin, dass diese nicht mehr erreicht werden könnten.

Diese drei Faktoren solltet ihr bei einem Aktienkauf derzeit beachten

Goldman Sachs rät in Zeiten der Marktschwankungen zu einer ebenso klaren wie simplen Herangehensweise: Konzentriert euch auf Aktien mit einer gesunden Bilanz, die selbst einem bevorstehenden Abschwung strotzen können, Aktien mit einem großen Spielraum in der Preisgestaltung, da sich eine Inflation negativ auf die Handlungsspanne auswirken kann sowie solche mit einer mittelmäßigen Bewertung, da sich ansteigende Zinsen vor allem bei teuren Aktien bemerkbar machen.

Im Folgenden findet ihr 24 Aktien, die alle drei Kriterien von Goldman Sachs erfüllen. Dabei zogen die Experten der Investmentbank ausschließlich Aktien des US-amerikanischen Marktindex Russell 3000 mit einer Marktkapitalisierung von mindestens fünf Milliarden US-Dollar und einer Cash-Flow-Rendite in der oberen Hälfte des Index in Betracht.

Zu jeder Aktie findet ihr eine Auflistung des jeweiligen Aktiensymbols, die Marktkapitalisierung, den sogenannten Altman Z-Score (eine Formel, die angibt, wie wahrscheinlich eine Insolvenz des analysierten Unternehmens innerhalb der nächsten 2 Jahre ist), die zu erwartende Nettogewinnspanne in 2022 (wobei der Mittelwert von Russell 3000 bei acht Prozent liegt) sowie das entsprechende Kurs-Gewinn-Verhältnis.

Disclaimer: Aktien und andere Investments sind grundsätzlich mit Risiko verbunden. Auch ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden. Die veröffentlichten Artikel, Daten und Prognosen sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Rechten. Sie ersetzen auch nicht eine fachliche Beratung.

Dieser Text wurde von Anika Faber aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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