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Nicht gleich kündigen: Mit diesen zwei Schritten bekommt ihr mehr Geld oder einen neuen Chef

·Lesedauer: 3 Min.

Hütet euch vor „ansteckendem Kündigen“. Das ist der Begriff, den meine Kolleginnen und Kollegen in einem privaten Messengerkanal verwendet haben, wenn sie das Gefühl übermannte, ihren Job plötzlich kündigen zu wollen, weil alle um sie herum es taten.

Ein gewisses Maß an Fluktuation innerhalb eines Betriebes kann nämlich ansteckend sein: Eine Studie der University of Washington zeigte im Jahr 2001, dass Beschäftigte in bestimmten Fällen eher kündigen, wenn sie sehen, dass ihre Kolleginnen und Kollegen gehen. Doch sofort zu kündigen, ist nicht immer die beste Option.

Wenn ihr einen Job habt, bei dem ihr einigermaßen gut behandelt und bezahlt werdet, lohnt es sich, zu versuchen, eure Arbeitserfahrung so zu verändern, dass sie besser zu euren Fähigkeiten und Interessen passt. Wenn das nicht hilft und ihr immer noch den Wunsch verspürt, zu kündigen, könnt ihr dem immer noch nachgehen und euch um einen neuen Job bemühen.

Womöglich habt ihr mehr Einfluss, als ihr denkt

Es kann mehrere Gründe geben, die eine erhöhte Fluktuation an eurem Arbeitsplatz erklären. Eine davon könnte sein, dass euer Arbeitgeber sich in der Pandemie nicht gut geschlagen hat und kein attraktiver Ort zum Arbeiten mehr ist. Damit könntet nicht nur ihr denken, dass es jetzt vernünftiger ist zu kündigen als noch während des Lockdowns. In diesem Fall solltet auch ihr euch wahrscheinlich lieber eine andere Stelle suchen.

Eine weitere Begründung für die Fluktuation kann aber auch sein, dass eure (ehemaligen) Kolleginnen und Kollegen das Bedürfnis haben, einen neuen Weg zu gehen oder zu schauen, welche Möglichkeiten es sonst noch gibt. Das muss nicht unbedingt heißen, dass euer Arbeitgeber schlecht ist. In diesem Fall solltet ihr euch zweimal überlegen, ob ihr dem „ansteckendem Kündigen“ verfallt oder eurem Arbeitsplatz noch eine Chance gebt.

Wenn so viele Beschäftigte gleichzeitig gehen, könnte es passieren, dass sich euer Arbeitgeber besonders bemüht, die Angestellten zu halten. Die "New York Times" berichtete, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer immer mehr die Oberhand über die Arbeitgeber gewinnen. Kare Fichuk leitet den Personaldienstleister Randstad North America. Sie sagte gegenüber der New York Times, dass „Unternehmen härter dafür kämpfen müssen, talentierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anzuziehen und zu halten.“

Versucht euren direkten Vorgesetzten oder den Aufgabenbereich zu wechseln, bevor ihr kündigt

Das könnte für euch bedeuten, dass ihr möglicherweise durchaus Forderungen stellen oder Wünsche äußern könnt, die eure Arbeitsbedingungen verbessern könnten. Dazu kann auch zählen, euren Aufgabenbereich zu wechseln, wenn ihr derzeit nicht in eurem persönlichen Interessenfeld arbeitet. Es kann gut sein, dass euer Arbeitgeber bereit ist, euch das zu ermöglichen, um euch zu halten.

Der Fachbegriff dafür lautet „interne Mobilität“. Wenn ihr die Gesamtidee eures Arbeitgebers gerne vertretet, aber euren Vorgesetzten oder eure aktuellen Projekte nicht ausstehen könnt, könnte ein solcher Wechsel erfrischend und hilfreich sein.

Wenn ihr Leistungsträgerinnen und Leistungsträger in eurem Betrieb seid, könnt ihr euren Vorgesetzten auch deutlich sagen, dass ihr unzufrieden seid. Die Arbeitsplatzstrategin Erica Keswin erzählte, dass sie mit einem Berater gearbeitet hat, der kurz davor stand, seinen Job zu kündigen und eine gemeinnützige Karriere zu verfolgen. Doch seine damalige Chefin schätzte seine Arbeit so sehr, dass sie ihn bat, zu bleiben.

Sie ermöglichte ihm, seinen Zeitplan so anzupassen, dass er sich zwei Tage pro Woche seiner Jobsuche widmen konnte. „Das Wichtigste ist, über das Ziel nachzudenken“, sagte Keswin. „Zu kündigen ist eine Option, um dorthin zu gelangen. Aber es ist nicht die einzige.“ Zusammenfassend können wir also festhalten: Die Entscheidung, zu kündigen, liegt ganz bei euch. Stellt für euch sicher, alle Optionen ausgeschöpft zu haben, bevor ihr weitermacht. Davon werdet ihr am meisten haben.

Dieser Artikel wurde von Julia Knopf aus dem Englischen übersetzt und editiert. Das Original lest ihr hier.

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