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"Giro, Giro, Sparen, Sparen" — Warum ihr laut dieser Finanzexpertin mit 4 Bankkonten euer Geld besser im Griff habt

·Lesedauer: 3 Min.
Finanzberaterin Tiffany „The Budgetnista“ Aliche
Finanzberaterin Tiffany „The Budgetnista“ Aliche

Wie viele Bankkonten solltet ihr haben? Die Finanzexpertin und Autorin Tiffany „The Budgetnista“ Aliche glaubt, dass die Antwort eigentlich ziemlich einfach ist. Sie sprach auf der OneUnited OneTransaction, einer Konferenz zur Schließung des „racial wealth gap“ –also des Wohlstandsgefälles zwischen weißen Menschen und Angehörigen ethnischer Minderheiten –, über ihre besten Spartipps. „Es gibt ein System mit vier Eimern“, sagte Aliche. „Und diese Eimer sind Giro, Giro, Sparen, Sparen.“

1. Girokonto für Rechnungen

Richtet zunächst ein Girokonto ein, um eure Rechnungen zu bezahlen, so Aliche. Von diesem Konto aus bezahlt ihr eure Wohnung, Nebenkosten, Versicherungen, euren Autokredit – kurz jede Rechnung, die ihr abarbeiten müsst.

Aliche empfiehlt, dass ihr für dieses Konto keine Bankkarte habt. So kommt ihr nicht in Versuchung, euer Rechnungsgeld für andere Dinge auszugeben. Wenn ihr Geld ausgeben möchtet, verwendet ihr ein anderes Girokonto.

2. Verrechnungskonto für sonstige Ausgaben

Dieses Girokonto ist für alles andere gedacht. Von diesem Konto gehen eure Ausgaben für Unterhaltung, Restaurantbesuche oder Geschenke für Freunde und Familie ab. Lasst euch für dieses Konto eine Bankkarte ausstellen, denn das Geld ist in erster Linie zum Ausgeben da.

3. Sparkonto für euren Notfallfonds

Ein Notfallfonds ist Geld, das ihr nur verwendet, wenn etwas Unerwartetes passiert. Vielleicht verliert ihr euren Job, euer Auto geht kaputt oder ihr erhaltet eine hohe Krankenhausrechnung. Da ihr diese Rücklagen nur im Notfall anfasst, solltet ihr sie auf einem separaten Konto aufbewahren. So kommt es nicht mit dem Geld für eure Rechnungen oder eure anderen Sparziele in Berührung.

Die meisten Experten empfehlen, die notwendigen Ausgaben für drei bis sechs Monate als Sicherheit zurückzulegen. Falls ihr ein Ein-Personen-Haushalt seid – so die Faustregel –, solltet ihr sechs Monate von euren Rücklagen leben können, bei einem Haushalt mit zwei Einkommen sollte das Geld für drei Monate reichen.

4. Sparkonto für andere Ziele

Schließlich gibt es noch ein Konto für eure anderen großen Sparziele. Ihr könnt dieses Konto nutzen, um Geld für den Kauf eines Autos, die Anzahlung auf ein Haus oder eine Urlaubsreise zu sparen. Wenn ihr eine Bank nutzt, die es euch einfach macht, auf separate Ziele hinzusparen, könnt ihr sogar für jedes Ziel separate Sparschweine anlegen – auf einem Konto.

Wie ihr diese vier Bankkonten verwaltet

Aliche nennt ihre Budgeting-Methode „teile es, bevor du es bekommst“. Wenn euer Arbeitgeber euch euer Gehalt direkt überweist, könntet ihr ihn bitten, einen bestimmten Prozentsatz oder Betrag eures Gehalts auf jedes dieser vier Konten einzuzahlen. Zum Beispiel könnten 35 Prozent eures Einkommens auf euer Girokonto für Rechnungen, 20 Prozent auf euer Ausgabenkonto, 20 Prozent in euren Notfallfonds und 15 Prozent auf euer zweites Sparkonto gehen.

Indem ihr euer Gehalt schon aufteilt, bevor es überhaupt bei euch ankommt, geratet ihr nicht in Versuchung, mehr auszugeben als ihr habt. Außerdem werdet ihr konsequent auf eure Sparziele hinarbeiten, ohne darüber nachdenken zu müssen. Dafür müsst ihr lediglich vorher alles durchrechnen. Rechnet also aus, wie viel ihr jeden Monat für all eure Rechnungen ausgebt, was ihr für euren Notfallfonds braucht, wie viel ihr für eine große Anschaffung braucht und wie viel ihr übrig habt.

Wenn euer Arbeitgeber eurer Gehalt nicht für euch aufteilen kann oder will, gibt es laut Aliche eine einfache Lösung: Bittet ihn, den gesamten Betrag auf euer Girokonto zu überweisen. Dann könnt ihr die Überweisungen selbst einrichten – als Daueraufträge. Auf diese Weise wird die Aufteilung jeden Monat automatisch vorgenommen, ohne dass ihr jedes Mal daran denken müsst.

Aliche sagte, dass diese Form des Budgetings über ein Vier-Konten-System aufwandsarm, aber unglaublich effektiv ist.

Dieser Artikel wurde von Steffen Bosse aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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