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Gibt es einen Freien Willen? Dieser Wissenschaftler ist überzeugt, dass ihr keinen Einfluss auf eure Entscheidungen habt

Ist freier Wille nur eine Illusion? Von Genen bis zur Umwelt: wie euer Verhalten vorherbestimmt sein könnte.
 - Copyright: Getty Images
Ist freier Wille nur eine Illusion? Von Genen bis zur Umwelt: wie euer Verhalten vorherbestimmt sein könnte. - Copyright: Getty Images

Jeder Mensch ist gezwungen, Entscheidungen zu treffen – manche sind kleiner, andere größer. Vielleicht geht es um die Wahl eines neuen Jobs, den Kauf eines Autos oder nur die Entscheidung, diesen Artikel zu lesen. Jeder Tag ist gefüllt mit einer Reihe von Entscheidungen und Stanford Wissenschaftler Robert Sapolsky argumentiert, dass ihr keine einzige aus freiem Willen trefft.

Der freie Wille: Ein Mythos?

Robert Sapolsky studierte als Feldforscher Paviane in Kenia, bevor er sich den Neurowissenschaften zuwandte. In einem Gespräch mit der Los Angeles Times betonte der Wissenschaftler: Der freie Wille sei ein Mythos. Es bestehe lediglich eine Illusion davon, dass ihr die Kontrolle über eure eigenen Entscheidungen hättet.

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Seine Forschung zeige, so der Wissenschaftler, dass die Genetik des Menschen und seine Umwelt zusammenwirken und dann die Handlungen beeinflussen. Um das zu verdeutlichen, führt er ein Beispiel an: Jeder kenne das Phänomen, dass Stress und Angst unsere Entscheidungen beeinflussen – auch wenn wir das gar nicht wollen würden.

Vieles liege außerhalb eurer Kontrolle

Genau dabei würden auch die Gene der Vorfahren sowie der Umwelt eine entscheidende Rolle spielen. Vieles liege außerhalb eurer Kontrolle. Aber was bedeutet das wirklich? Laut Sapolsky, sei die Wahl eures Berufs, die eurer Partner, aber auch unbedeutendere Handlungen vorherbestimmt.

Der Mensch als biologische Maschine

In einem Gespräch mit der New York Times erzählt Sapolsky Menschen seien, wie alle anderen Lebewesen, nur eine Art "biologische Maschine". Doch als einziges würden Menschen versuchen, die eigene Maschine zu verstehen.

Ob die innere Gefühlswelt real sei oder lediglich ein Gefühl der Echtheit bestehe, wäre letztlich gleichgültig. Dinge wie Schmerz, Traurigkeit oder Unglück empfänden Menschen stark genug, um sie zu benennen und jegliche Handlungen zu motivieren.