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Geywitz: Bei Klimaschutz im Bausektor bewegt sich noch zu wenig

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BERLIN (dpa-AFX) - Bundesbauministerin Klara Geywitz hat die Notwendigkeit von Klimaschutz-Fortschritten im Bausektor betont - und dafür geworben, dies auch als Chance zu sehen. "Bauen ist der graue Elefant in der Klimawende", sagte die SPD-Politikerin am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". "Das hat ein riesiges Einsparpotenzial aus meiner Sicht, aber es bewegt sich noch zu wenig."

Ein wichtiger Punkt sei die Stärkung der deutschen Bauforschung - man brauche nämlich innovative Baumaterialien. "Die Diskussion Holz statt Beton ist 'ne spannende, aber alleine mit Holz wird's nicht gehen", sagte Geywitz. "Wir müssen auch die herkömmlichen Materialien klimafreundlicher herstellen."

Sie wisse, dass die Bauindustrie "mit Sorge auch ein bisschen auf die höheren Klimaschutzstandards schaut". "Deswegen sage ich: Wir müsse diesen Prozess auch als Chance begreifen." Man könne ihn nicht vermeiden, "wir müssen klimafreundliches Bauen machen", betonte Geywitz. "Aber das kann auch 'ne gute Möglichkeit sein, die eh schon sehr hohe Qualität der deutschen Bauindustrie einfach nochmal um eine sehr fortschrittliche, innovative Komponente zu ergänzen, die dann auch unglaublich exportfähig ist."

Der Gebäudesektor ist laut Umweltbundesamt für etwa 30 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland verantwortlich. Der Bereich hatte 2020 als einziger Sektor sein Klimaschutzziel verpasst.

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