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Gewerkschaften machen im öffentlichen Dienst weiter Druck

Berlin (dapd). Nach Warnstreiks in der vergangenen Woche sind am Dienstag erneut Tausende Angestellte im öffentlichen Dienst der Länder für mehr Geld in den Ausstand getreten. Insgesamt hätten sich fast 6.000 Bedienstete in mehreren Bundesländern an dem Arbeitskampf beteiligt, teilte die Bildungsgewerkschaft GEW am Dienstag mit - alleine in Hamburg etwa 3.000.

Gemeinsam mit ver.di und der Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert die GEW für die 800.000 Beschäftigten unter anderem ein Lohnplus von 6,5 Prozent, eine Übernahmegarantie für Auszubildende und die tarifliche Eingruppierung von angestellten Lehrkräften. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hat bisher kein Angebot vorgelegt.

Die zweite Runde der Gespräche war zuletzt ergebnislos vertagt worden. Nun scheint allerdings Bewegung in den Tarifstreit zu kommen: So wurde die zunächst auf den 7. und 8. März angesetzte dritte Verhandlungsrunde in Potsdam bereits auf den 9. März ausgedehnt, wie der Hamburger Landesvorsitzende des Deutschen Beamtenbundes (dbb), Rudolf Klüver, sagte.

Besonders erzürnt sind die Gewerkschaften darüber, dass trotz zweier Treffen noch kein Angebot der Länder vorliegt. "Mit dem Warnstreik setzen wir ein Zeichen, uns ernst zu nehmen. Denn sonst ziehen wir die Daumenschrauben an", kündigte Gerhard Kirsch von der GdP in Hamburg an. Es sei unverschämt, dass die Arbeitgeber noch kein Angebot gemacht haben, sagte auch Klüver.

Ähnlich hatte sich vergangene Woche bereits ver.di-Chef Frank Bsirkse auf einer Kundgebung in Saarbrücken geäußert. Werde Anfang März von der TdL "kein tragfähiges Angebot vorgelegt, werden wir nachlegen," hatte er gedroht.

Um eine Offerte zu erzwingen, versammelten sich in Hamburg nach Gewerkschaftsangaben 3.000 Beschäftigte zu einer Kundgebung. Zudem legten demnach 1.400 Lehrer in Nordrhein-Westfalen die Arbeit nieder, 800 nahmen in Neubrandenburg an einer Abschlusskundgebung teil. In Sachsen-Anhalt demonstrierten rund 700 Streikende in verschiedenen Städten.

Am Mittwoch sollten sich nach ver.di-Angaben erstmals auch Landesbedienstete in Thüringen am Arbeitskampf beteiligen. Zudem sind Warnstreiks in Bremen, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt geplant.

dapd

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