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Gewerkschaft verlangt 6,6 Prozent mehr Lohn für Bauarbeiter

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Frankfurt/Main (dapd). Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert für die rund 750.000 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe 6,6 Prozent mehr Lohn. Die Baubranche werde im laufenden Jahr deutlich stärker wachsen, begründete die Gewerkschaft am Donnerstag in Frankfurt am Main die Höhe der Tarifforderung für die anstehenden Verhandlungen. Die Arbeitgeber reagierten ablehnend.

Als Begründung für die hohe Forderung führte der stellvertretende IG (London: IGG.L - Nachrichten) -BAU-Vorsitzende Dietmar Schäfers an: "Die Beschäftigten haben zu Recht die Erwartung, dass sie an dieser Entwicklung fair beteiligt werden. Außerdem muss die Steigerung der Arbeitsproduktivität der Bauleute gerecht bewertet werden." Im Schnitt liege diese bei rund zwei Prozent pro Jahr und werde oft viel zu wenig geschätzt. Neben diesen Argumenten müsse auch die allgemeine Preissteigerung in die Anhebung der Löhne einfließen.

Dagegen sagte der Verhandlungsführer der Arbeitgeber und ZDB-Vizepräsident, Frank Dupré, maßgeblich für die Lohnsteigerungen dürften nicht die steigenden Umsätze der Branche sein, sondern allein die Erträge der Betriebe, die unverändert niedrig seien. Denn Kostensteigerungen, etwa beim Material, hätten die Bauunternehmen nicht angemessen an die Auftraggeber weitergeben können.

"Insbesondere sehen wir keinen Nachholbedarf", sagte Dupré. Das Tarifeinkommen der Facharbeiter im deutschen Baugewerbe sei in den vergangenen zehn Jahren um 6.500 Euro oder 20 Prozent gestiegen. Die tariftreuen Betriebe hätten ohnehin schon unter dem Wettbewerb der Unternehmen zu ächzen, die die Mindestlöhne ignorierten.

Verhandlungsauftakt ist am 20. Februar 2013 in Wiesbaden.

dapd