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Gewerkschaft geht mit Metallern im Norden in zweite Warnstreikwoche

·Lesedauer: 1 Min.

HAMBURG (dpa-AFX) - Die IG Metall Küste startet am Dienstag in ihre zweite Warnstreikwoche in der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie. Insgesamt sind mehrere Tausend Beschäftigte aus 13 Betrieben zu kurzzeitigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen, wie die Gewerkschaft mitteilte. Schwerpunkt der Warnstreiks sei Rostock, wo sich Beschäftigte an einem Autokorso (12.30 Uhr) und einer zentralen Kundgebung (13.00 Uhr) am Stadthafen beteiligen sollen. Als Redner erwartet werden der Bereichsleiter der IG Metall Küste, Daniel Friedrich, und das geschäftsführende Vorstandsmitglied der IG Metall, Irene Schulz.

Von den Warnstreiks betroffen sind den Angaben zufolge in Rostock der Kranhersteller Liebherr, das Metallbauunternehmen EEW, die Neptun Werft, Caterpillar <US1491231015> Motoren, der Maschinenteileproduzent ZF Group und die Ingenieurtechnik Maschinenbau. Daneben seien Arbeitsniederlegungen bei Hauni Maschinenbau in Hamburg, Hauni Primary und Universelle in Schwarzenbek, Herose in Bad Oldesloe, August Brötje Raumheizungssysteme in Ape und Leoni <DE0005408884> Special Cables in Friesoythe sowie Hebold System in Cuxhaven geplant.

Die Gewerkschaft verlangt für die rund 140 000 Metaller in Nordwest-Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ein Paket, das für zwölf Monate ein Plus von vier Prozent vorsieht für Lohnsteigerungen sowie Maßnahmen zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten. Die Arbeitgeberseite lehnt höhere Löhne angesichts der Corona-Krise in diesem Jahr bislang ab, hatte in vier Verhandlungsrunden stattdessen wie in Nordrhein-Westfalen einen "Mix aus Einmalzahlung und Tabellenerhöhung ab 2022" vorgeschlagen.