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Gewürzindustrie: Lieferketten nicht immer nachvollziehbar

·Lesedauer: 1 Min.

BONN (dpa-AFX) - Bei Gewürzen können deutsche Unternehmen nach Angaben ihres Verbandes nicht immer bis zur Ursprungspflanze verfolgen, ob Anbau und Produktion sozialen und ökologischen Standards vollends entsprechen. Die Möglichkeiten seien aufgrund der schieren Menge beschränkt, sagte der Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes der Gewürzindustrie, Markus Weck, der Deutschen Presse-Agentur. "Oft geht es um einen Umfang, bei dem man nicht mehr jeden Bauern kennen kann."

Allerdings macht Weck auch einen Wandel in der Branche aus: Früher sei es üblich gewesen, sich auf Angaben der Zwischenhändler in Hamburg oder Rotterdam zu stützen. "Mittlerweile ist es Standard, dass man sich nicht nur auf Papier verlässt, sondern Lieferanten auditiert. Unsere Mitglieder fliegen regelmäßig in die Länder und schauen sich vor Ort um." Das folge den Kundeninteressen.

Der Verband mit Sitz in Bonn hat nach Wecks Angaben 92 Mitgliedsunternehmen. Viele hätten sich spezialisiert und arbeiteten nicht für den Endverbraucher, sondern lieferten zum Beispiel Gewürze an Chips- und Wurst-Hersteller. "Und auch der Tofu muss irgendwo seinen Geschmack herkriegen", sagte Weck.

In den letzten Jahren habe es einen regelrechten Boom auf dem Gewürzmarkt gegeben, sagte der Hauptgeschäftsführer. Das hänge zum einen mit einer größeren Experimentierfreude bei Verbrauchern zusammen. "Die bringen aus dem Fernurlaub neue Rezepte mit", so Weck. Zum anderen achteten die sogenannten jungen Premiumshopper auf nachhaltige Produktion. Infolge veränderter Nachfrage hätten mehrere Start-ups Fuß gefasst. Weil diese kleinere Mengen umschlagen, falle ihnen oft die Kontrolle der Produktionsstandards leichter, so Weck.

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