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Geplante Fußball-Superliga kurz vor dem Aus nach Protesten

David Hellier und Rodrigo Orihuela
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Eine vermeintliche Rebellion im europäischen Klubfußball scheint nur 48 Stunden nach ihrem Start am Ende zu sein. Ein Dutzend Mannschaften, darunter viele Top-Teams, hatten mit dem umstrittenen Plan einen Aufschrei von Sportverbänden, Politikern und Fans provoziert.

“Angesichts der aktuellen Umstände werden wir die am besten geeigneten Schritte zur Neugestaltung des Projekts überdenken”, heißt es in einer Erklärung der Europäischen Super League. Die sechs beteiligten englischen Clubs hatten sich allesamt am späten Dienstag aus dem Projekt zurückzogen.

Der Abgang der Hälfte der Gründungsmitglieder bedeutet wohl das Aus für den Plan, mit der Hilfe von JPMorgan Chase & Co. und 4 Milliarden Euro ein eigenes Turnier in Konkurrenz zur Champions League auszurichten.

Der Vorstoß endete in einem Kräftemessen der Vereine mit der Uefa und den nationalen Ligen, mit Rückendeckung von Politikern bis hin zum britischen Premierminister Boris Johnson. Während es vordergründig um attraktiven Fußball zwischen den besten Mannschaften Europas geht, tobt im Hintergrund ein Kampf um die Kontrolle über den populärsten Sport der Welt, dessen Finanzen von der Pandemie hart getroffen wurden, während einige die größten Vereine eh schon unter hoher Verschuldung litten.

Die Uefa hatten den Vorstoß als “zynisch” bezeichnet und ihrerseits Pläne für eine Reform der Champions League vorangetrieben. Am Montag prüfte die Organisation einen Finanzierungsvorschlag eines in Großbritannien ansässigen Vermögensverwalters in Höhe von 6 Milliarden Euro - als Reaktion auf die Super League.

Es mag jedoch die große Wut der Fans gewesen sein, die diverse Vereine zum Einlenken veranlasste. Es gab wohl auch eine Revolte unter einigen Starspielern und Trainern verschiedener Vereine. Ein Spiel von Chelsea am Dienstag musste um 15 Minuten verschoben werden, da der Mannschaftsbus nicht an demonstrierenden Fans vorbeikam.

Manchester United hat mittlerweile angekündigt, der stellvertretende Vorsitzende Ed Woodward werde zurückzutreten, ein wichtiger Befürworter der Super League.

Die 12 abtrünnigen Vereine wollten wortwörtlich in einer eigenen Liga mit 20 Teams spielen als Alternative zur Champions League. Vor allem die Tatsache, dass 15 der Teams gesetzt gewesen wären, unabhängig vom Erfolg in der eigenen nationalen Liga, hat Fans erbost.

Viele Teams, so etwa Paris Saint-Germain, Bayern München und Borussia Dortmund, hatten früh klargestellt, dass sie nicht mitmachen würden.

Die Aktien von Manchester United gaben ihre Gewinne vom Montag gestern fast komplett wieder ab, Juventus Turin fielen am Dienstag um 4,2%, nach einem Anstieg von 18% am Montag.

Überschrift des Artikels im Original:Europe’s Rebel Soccer League Edges Toward Collapse After Outcry

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©2021 Bloomberg L.P.