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Warum Georg Kofler doch nicht in die Thai-Kochboxen von Konkrua investiert

TV-Löwe und Social-Chain-Boss Georg Kofler.
TV-Löwe und Social-Chain-Boss Georg Kofler.

Kochboxen liegen im Trend. Vor allem bei jungen Leuten. Für ihren Auftritt in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ hat sich Pim Ampikitpanich (30) daher genau das richtige Geschäftskonzept ausgesucht: Die gebürtige Thailänderin verschickt mit ihrem Food-Startup Konkrua handgefertigte Boxen mit Zutaten und Rezepten für asiatische Gerichte zum Nachkochen.

Jede Box enthält neben den Rezeptkarten alle notwendigen Zutaten, die ohne Kühlung auskommen, Kokosmilch oder Currypaste zum Beispiel. Frische Zutaten wie Gemüse oder Fleisch kaufen Kunden dann separat zu. Der Preis pro Thai-Kochbox (je drei bis vier Portionen) liegt zwischen 12,99 Euro und 15,99 Euro. 200.000 Euro hat Ampikitpanich damit vergangenen Jahr bereits umgesetzt.

Das Problem: Ohne fremde Mittel kann Gründerin Ampikitpanich ihr Unternehmen nicht weiter skalieren. Sie brauche eine neue Website, wolle ins Marketing investieren und zudem Waren für ihre Boxen vorfinanzieren, erzählt sie den Löwen am Montagabend. Dafür benötigt sie 250.000 Euro. Den Löwen bietet die 30-Jährige dafür 20 Prozent der Anteile ihrem Unternehmen an.

Georg Kofler träumt von neuem Hellofresh

Vor allem ein Investor ist schnell begeistert: Georg Kofler. Der Inhaber der börsennotierten E-Commerce-Gruppe Social Chain wittert ein florierendes Geschäft. „Da gibt es große Unternehmen auf dem Markt, die schon mit Milliarden bewertet sind“, sagt Kofler in Anlehnung an den Berliner Kochboxen-Pionier Hellofresh. Auch vom Geschmack der Konkrua-Gerichte ist der 65-Jährige überzeugt. „Richtig rund, geschmackvoll und die richtige Schärfe“, lobt Kofler.

Mit dieser Meinung ist der Investor aber nicht allein. Auch Judith Williams und Dagmar Wöhrl sind begeistert – und machen der Gründerin zuerst ein Angebot: Beide bieten ihr die gewünschten 250.000 Euro, verlangen aber 30 Prozent der Anteile. Georg Kofler zieht als Alleinlöwe zu gleichen Bedingungen mit. Nach kurzer Verhandlung entscheidet sich Konkrua-Gründerin Ampikitpanich schließlich überraschend für Kofler. Er hatte sich von der selbstbewussten Thailänderin sogar noch herunterhandeln lassen: Statt 30 Prozent gab er sich mit 23 Prozent der Anteile zufrieden.

DHDL-Deal kam für Gründerin wohl zu früh

Der Anfang einer erfolgreichen Kochboxen-Story Made by Kofler? Vorerst nicht. „Leider ist der Deal schlussendlich nicht zustande gekommen, auch wenn beide Seiten weiterhin offen für eine zukünftige Zusammenarbeit sind“, heißt es in einem Statement gegenüber Gründerszene. Der Deal kam für Gründerin Pim Ampikitpanich offenbar doch zu früh. Für sie sei es „sehr wichtig, erst einmal die internen Strukturen so aufzubauen, dass sie auch bei exponentiellem Wachstum ihrer Verantwortung gegenüber allen Beteiligten, beginnend von den Bauern bis hin zu ihren Kunden, gerecht wird“, heißt es weiter.

Immerhin: Ihre Website hat Ampikitpanich pünktlich zur Show überarbeitet. Das dürfte ihr ausreichend Bestellungen einbringen, um mehr Umsatz zu generieren – auch ohne Marketingbudget.

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