Suchen Sie eine neue Position?

Geldwäschevorwürfe kosten HSBC in den USA 1,9 Milliarden Dollar

AKTUELLER KURS

SymbolKursVeränderung
BARC.L254,80-7,9500
HSBA.L584,80+1,9000
CSMA19,550,02

Washington (dapd). Die Großbank HSBC hat in den USA größere juristische Schwierigkeiten wegen Geldwäschevorwürfen mit der Zahlung von 1,9 Milliarden Dollar (1,47 Milliarden Euro) abwenden können. Der HSBC wurde vorgeworfen, Geld für mexikanische Drogenkartelle und mit Sanktionen belegte Staaten wie den Iran durch das US-Finanzsystem geschleust zu haben. "Wir übernehmen die Verantwortung für unsere Fehler in der Vergangenheit", erklärte HSBC (London: HSBA.L - Nachrichten) -Chef Stuart Gulliver.

Teil der Einigung sei auch ein Abkommen mit dem US-Justizministerium, teilte die britische Bank mit. So müsse HSBC unter anderem durch interne Kontrollen die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Geldwäsche nicht mehr vorkomme. Auch mit anderen US-Behörden gebe es Einigungen. Den Angaben zufolge verpflichtet sich die britische Großbank zur Zahlung einer Vermögensstrafe von 1,25 Milliarden Dollar und einem Bußgeld von 655 Millionen Dollar.

HSBC soll für Länder wie den mit internationalen Sanktionen belegten Iran Milliarden von Dollar transferiert haben. Der US-Senat warf dem Geldinstitut zudem vor, in großem Stil Geldwäsche für Drogenkartelle betrieben zu haben. Demnach sollen zwischen 2007 und 2008 Gelder in Höhe von rund sieben Milliarden Dollar (knapp 5,7 Milliarden Euro) aus Mexiko in die USA geflossen sein. Die HSBC Mexiko räumte ein, über 39 verdächtige Transaktionen gar nicht und über mehr als 1.700 Fälle zu spät berichtet zu haben.

Überdies soll die US-Abteilung von HSBC Dienstleistungen für einige Banken in Saudi-Arabien und Bangladesch erbracht haben, die vermutlich Al-Kaida und andere Terrorgruppen finanziell unterstützen.

Gulliver betonte in der Erklärung vom Dienstag, die HSBC sei heute eine andere Bank als die, die in der Vergangenheit die Fehler gemacht habe. In den vergangenen zwei Jahren seien unter neuer Führung schon konkrete Schritte unternommen worden, um Probleme zu beseitigen und mit den Behörden bei der Aufklärung bestehender Fragen zusammenzuarbeiten.

Auch die britische Bank Standard Chartered stand am Montag wegen ihrer Geschäftsmethoden erneut im Zwielicht. Das Kreditinstitut legte den Vorwurf unerlaubter Geschäfte mit dem Iran durch die Zahlung von 340 Millionen Dollar bei.

Seit 2009 haben auch andere Großbanken wie Credit Suisse (NYSEArca: CSMA - Nachrichten) , Barclays (London: BARC.L - Nachrichten) , Lloyds und ING in den USA Strafzahlungen akzeptiert, um Vorwürfe wegen Geldwäsche oder der finanziellen Unterstützung von Ländern, gegen die Sanktionen verhängt wurden, beizulegen.

© 2012 AP. All rights reserved

Meistgelesene Artikel - Yahoo Finanzen

  • Alles neu macht der März – in diesem Monat treten gleich mehrere neue Gesetze und Regelungen in Kraft. Eine davon dürfte besonders viele Menschen begeistern: Ab 1. März soll die Steuererklärung erleichtert werden, wie "Focus" berichtet. Dafür gibt es künftig ein vorausgefülltes Formular vom Finanzamt. Alle bereits gesammelten …

  • Immer mehr «Zombie-Rechner» in Deutschland
    Immer mehr «Zombie-Rechner» in Deutschland

    Die Zahl infizierter Personal Computer ist in Deutschland im vergangenen Jahr wieder auf 40 Prozent gestiegen. Das stellte das Anti-Botnet-Beratungszentrum des Internetverbandes Eco fest.

  • Schäuble will für Athen «sehr strenge Maßstäbe» anlegen
    Schäuble will für Athen «sehr strenge Maßstäbe» anlegen

    Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will Griechenland harte Auflagen machen, sollte im Sommer ein drittes Hilfspaket nötig werden: «Ob Griechenland weitere Hilfen braucht, wird man sehen, wenn das zweite Programm beendet ist.»

  • Der High-Tech-Kampf ums Handgelenk hat begonnen
    Der High-Tech-Kampf ums Handgelenk hat begonnen

    Der nächste Wettstreit der Smartphone-Hersteller läuft heiß: Sie wollen den Platz auf dem Handgelenk der Nutzer erobern. Beim Mobile World Congress in Barcelona spielten die Computer-Uhren eine zentrale Rolle bei Neuheiten von Smartphone-Spezialisten wie LG oder Huawei.

  • Aldi erhöht den Butterpreis dpa - vor 23 Stunden

    Der Discounter Aldi hat am Montag den Butterpreis deutlich erhöht. Der Preis für das 250-Gramm-Stück stieg in den Filialen von Aldi Nord von 85 Cent auf 99 Cent. Auch Aldi Süd hatte zuvor eine Preisanhebung angekündigt.

 
  • Finanzglossar

    Finanzglossar

    Möchten Sie einen Finanzbegriff nachschlagen? Das Yahoo Finanzglossar hat die Antwort! … Mehr »