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Geldverdienen mit Börsengängen? Das konnte man 2021 vergessen

·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Mit Aktien Geld zu verdienen war dieses Jahr in Europa nicht allzu schwer. Es sei denn, man hat bei überteuerten Börsengängen zugeschlagen.

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Die Hälfte der 10 schwächsten Unternehmen des Jahres 2021 im Stoxx Europe 600 Index sind Börsenneulinge, deren Debüt bis zu 15 Monaten zurückliegt, darunter THG Plc (die mit Wirkung zum Montag den Index verlassen mussten), die Auto1 Gruppe SE, Allegro.eu SA, Deliveroo Plc und InPost SA. Sie alle verloren 39% oder mehr, während der breite Index um 19% stieg. Keine Lorbeeren also für Europas IPO-Markt, an dem soviel los war wie zuletzt vor 15 Jahren.

Viele dieser Rohrkrepierer hängen am Online-Handel. Diese Branche hat zwar in den ersten Monaten der Lockdowns einen Boom erlebt, dessen Sog einige für den Börsengang nutzten. Mit der Wiederöffnung haben sie jedoch an Attraktivität verloren, sodass einige ihr explosives Wachstum nicht forsetzen konnten. Die relativ hohen Bewertungen, zu denen sie angeboten worden waren, taten ihr übriges, bei einigen wie THG und Deliveroo hinterfragten Anleger die Qualität des Managements.

Dieses Jahr war die Erkenntnis am IPO-Markt “je höher das Volumen, desto geringer die Qualität”, meint Luc Mouzon, Leiter European Equity Research bei Amundi SA. Anleger, die nicht selektiv vorgehen, erleiden womöglich “extrem negative Renditen”.

Für Deutschland hält diese These jedoch nicht: von den vier Börsengängen des Jahres 2021, bei denen mehr als 1 Milliarde Euro an Aktien angeboten wurden, ist mit der Auto1 Group SE nur einer im Minus, allerdings haben Anleger hier gleich fast ein Drittel verloren. Mit Zeichnungen von Aktien der Synlab AG, Vantage Towers AG und Suse SA haben Anleger dagegen jeweils mehr als 20% Kursplus eingefahren. Schmerzhafte Verluste von bis zu 50% gab es bei Mister Spex SE sowie dem Spac HomeToGo SE.

“Viele IPO-Bewertungen wurden von Erwartungen zukünftigen Wachstums getrieben und einige Unternehmen leiden unter steigender Inflation und der Erwartungen steigender Zinsen”, sagte Susannah Streeter, Senior Analyst bei Hargreaves Lansdown Plc.

Abgesehen von der britischen Lebensmittellieferplattform Deliveroo, die beim Debüt bereits floppten und sich nie richtig erholten, ging es für einige der Börsenneulinge zunächst klar nach oben. Doch dann schlugen Makrosorgen zu und bisweilen unternehmensspezifische Themen.

Die Online-Shopping-Plattform THG hat in diesem Jahr fast drei Viertel an Wert verloren und inzwischen auch ihren Platz im Index eingebüßt. Deliveroo wurden durch Governance- und Bewertungsprobleme nach unten gezogen. InPost litt, nachdem der in Amsterdam börsennotierte Anbieter von Paketstationen vor langsamerem E-Commerce-Volumen warnte. Vor mehr Wettbewerb warnte dagegen der polnischen E-Commerce-Riese Allegro.

Nicht alle Börsenneulinge kamen unter die Räder. Von den mehr als 550 Unternehmen, die dieses Jahr in Europa an die Börse ging, liegt ungefähr die Hälfte im Plus. In Deutschland ist das Verhältnis von Gewinnern zu Verlierern unter den etwa 20 Börsengängen dieses Jahres ähnlich. Im ersten Quartal dürfte es zudem wieder reichlich Angebot an neuen Unternehmen geben.

“Es gibt nach wie vor sehr großen Appetit auf qualitativ hochwertige Notierungen, in jeder Hinsicht”, sagte Loic Chenevier von Natixis SA, Leiter Aktienstrategie für Frankreich und Benelux.

Überschrift des Artikels im Original:

Forget Making Money in IPOs. They’re Europe’s Biggest Losers

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