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Gehirnforschung: Längere Pausen stärken das Gedächtnis

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Wer sich eine richtige Pause gönnt, könnte seinem Gedächtnis damit auf die Sprünge helfen. Viele finden, dass eine Ruhepause nach einem hektischen Tag die Batterien auflädt, aber eine neue Studie deutet daraufhin, dass sie auch das Gedächtnis stärkt und uns sogar besser lernen lässt.

Wissenschaftler*innen am Max-Planck-Institut für Neurobiologie führten Versuche an Mäusen durch, um auszuleuchten, wie das Gehirn reagiert, wenn es eine Ruhezeit einlegt, bevor eine Handlung wiederholt wird. In diesem Fall mussten sich die Tiere merken, wo in einem Labyrinth Schokolade versteckt war.

Mäuse nutzten dieselben neuronalen Verbindungen, die beim ersten Versuch aktiviert waren, wenn sie eine längere Ruhepause einlegten .

Ihr Gehirn konnte sich besser an die gerade vollzogene Aktivität erinnern und die mentalen Verbindungen stärken.

Wenn die Mäuse nur eine kurze Verschnaufpause hatten, wurden bei jedem der drei Versuchstrips andere Neuronen aktiviert.

"Mäuse, die mit längeren Intervallen trainiert wurden, konnten sich ans Versteck der Schokolade zwar nicht so schnell erinnern, aber am Tag darauf war das Erinnerungsvermögen der Mäuse umso besser, je länger die Pausen waren", erklärte die Neurobiologin Annet Glas.

Das erklärt auch, warum Information für eine Prüfung schnell aufgenommen wird, hinterher ebenso schnell wieder vergessen wird.

"Längere Pausen können dafür sorgen, dass wir

das Gelernte länger behalten", bekräftige Neurobiologe Pieter Goltstein.

"Wir glauben daher, dass das Erinnerungsvermögen von langen Pausen profitiert."

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