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Das Geheimnis hinter Sanés Traumtor

·Lesedauer: 2 Min.

Für einen kurzen Moment verstummte die Geisterkulisse in der Allianz Arena komplett.

73.Minute: In Arjen-Robben-Manier fasst sich Leroy Sané am Samstagnachmittag nur vier Minuten nach seiner Einwechslung ein Herz, als er kurz hinter der Mittellinie von Bouna Sarr auf der rechten Seite angespielt wird.

Der 24-Jährige zieht schnellen Schrittes nach innen, zieht mit dem linken Fuß aus 18 Metern ab und trifft unhaltbar für Kevin Trapp in die lange Ecke. Drei Frankfurter Gegenspieler können dem Ball nur hinterherschauen. Ein Treffer der Marke Tor des Monats!

Den Schlusstreffer durch Jamal Musiala leitete er über die rechten Seite ein.

Flick lobt fitten Sané

Für Sané war es beim 5:0-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt ein Traum-Comeback, nachdem er zuvor knapp dreieinhalb Wochen aufgrund einer Kapselverletzung im rechten Knie pausieren musste. Erst am vergangenen Donnerstag stieg er wieder ins Mannschaftstraining ein. Ein paar Minuten Einsatzzeit gegen die Hessen zu sammeln, war sein großes Ziel.

Sané kommt, trifft und jubelt erleichtert!

Dass er nicht nur spielerisch für Belebung sorgen konnte, sondern auch noch fulminant traf, hat zwei Gründe.

Sané ist fit! Nach Abpfiff kehrte der deutsche Nationalspieler auf den Rasen zurück und absolvierte auf Anleitung von Fitness-Chef Dr. Holger Broich intensive Intervallläufe zwischen den beiden Strafräumen. Innerhalb einer bestimmten und angepassten Zeit musste Sané die immer gleichbleibende Distanz abspulen. Klares Zeichen: Sané will noch fitter werden.

"Er hat in seiner Verletzungspause hart gearbeitet und nach dem Spiel noch ein paar Box-to-Box-Läufe gemacht. Daran sieht man, dass er unbedingt will und er seine Fitness weiter verbessern möchte. Das ist wichtig für ihn. Mit seiner Einstellung und Mentalität sind wir sehr zufrieden", lobte ihn Cheftrainer Hansi Flick nach Spielende.

Abschlusstraining mit Miro Klose

Ein weiterer Grund seines Top-Comebacks ist Miroslav Klose, der seit dieser Saison im Trainerteam von Flick mitwirkt. Mit dem Weltmeister von 2014 und früheren Weltklasse-Stürmer hat Sané in dieser Woche "noch ein paar Abschlüsse trainiert", verriet Flick: "Das kam ihm zugute. Wir haben uns alle auf diesen Einstand nach seiner Verletzung gefreut. So kann es gerne weitergehen."

Nicht auszuschließen, aber eher unwahrscheinlich ist, dass Sané am kommenden Dienstag in der Champions League bei Lok Moskau direkt in der Startelf stehen wird. Denn unter keinen Umständen soll der Wunschtransfer des Sommers nach seinem langen Ausfall (Kreuzbandriss im rechten Knie) verheizt und eine erneute Verletzung provoziert werden.

Denn zu wichtig ist ein fitter Sané mit dem Potential für Traumtore.