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Gehaltsreport: In diesen Jobs verdient man in Deutschland am besten

Ärzte gehören auch 2015 zu den deutschen Top-Verdienern (Bild: Thinkstock)

Was haben hessische Ärzte mit Promotion und Angestellte einer Großbank in Bayern gemeinsam? Sie zählen zu den deutschen Topverdienern 2014. Was die jährliche Umfrage der Online-Jobbörse Stepstone ebenfalls zeigt: die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist bei den Gehältern weiterhin Zukunftsmusik.

Der Gehaltsreport der Online-Jobbörse Stepstone fasst die Gehälter von Fach- und Führungskräften in Deutschland zusammen, die Vollzeit beschäftigt sind. Erfasst werden die Einkommen nach Beruf, Branche und Berufserfahrung. Demnach können Absolventen eines Studiums in Medizin, Jura, den IT- oder Ingenieurwissenschaften mit den höchsten Löhnen rechnen. Wie in dem Report zu lesen ist, waren „Mediziner auch im vergangenen Jahr die mit Abstand bestbezahlten Angestellten in Deutschland“, mit einem Durchschnitts-Bruttojahresgehalt inklusive Boni, Provisionen und Prämien von 77.951 Euro. Im Vorjahr lag das Durchschnittsgehalt von Fachärzten allerdings noch bei 89.000 Euro brutto.

Bildung ist pures Geld wert, so zumindest der Eindruck der Zahlen von Stepstone: je höher der Bildungsabschluss, desto höher das Einkommen. „Promovierte verdienen durchschnittlich sogar 16 Prozent mehr als Fachkräfte mit einem Master- oder Diplom-Uni-Abschluss", sagt Stepstone-Geschäftsführer Dettmers. Allerdings wird nicht deutlich, ob die Verdienste von Akademikern, die keinen Job in ihrem Berufsfeld gefunden haben, auch berücksichtigt wurden.

Topverdiener-Branche ist nach wie vor das Bankgewerbe mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 62.451 Euro brutto, gefolgt vom Pharmasektor (59.991 Euro). Die Geringverdiener Deutschlands sind laut Report in der Gastronomie (34.175 Euro) und im Handwerk (34.970 Euro) zu finden. Ein weiterer Aspekt der Umfrage: Im Vergleich der Bundesländer verdienen Angestellt in Hessen, Bayern und Baden-Württemberg am besten. Auf den hinteren Plätzen liegen die ostdeutschen Bundesländer mit Sachsen-Anhalt als Schlusslicht.

Neben dem Wohnort ist auch die Größe des Unternehmens, bei dem man beschäftigt ist, entscheidend für die Höhe des Gehalts. „In Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern verdienen Arbeitnehmer durchschnittlich zehn Prozent mehr“ als in Unternehmen mit nur 500 Mitarbeitern. Traurige Bilanz auch in dieser statistischen Umfrage: Männer verdienen in Deutschland mehr als ihre gleichqualifizierten weiblichen Kolleginnen. „Bei Ärzten beträgt die Gehaltsdifferenz durchschnittlich ganze 16.720 Euro“ pro Jahr, ist zu lesen.

Die Daten für den Gehaltsreport gewinnt Stepstone aus der Befragung von 50.000 Fach- und Führungskräften; sie wurde nach Angaben des Unternehmens im August 2014 durchgeführt. Übrigens: Im Gehaltsreport des Statistischen Bundesamts rangiert seit Jahren die Berufsgruppe der Piloten an der Spitze.












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