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Gegen alle Krisen: Zahl der Beschäftigten in Deutschland steigt auf historischen Rekord von 46,1 Millionen Erwerbstätigen

In Deutschland waren im Oktober 46,1 Millionen Menschen erwerbstätig. Sie viele wie nie zuvor. - Copyright: Getty Images
In Deutschland waren im Oktober 46,1 Millionen Menschen erwerbstätig. Sie viele wie nie zuvor. - Copyright: Getty Images

Trotz der anhaltenden Wirtschaftsflaute haben in Deutschland so viele Menschen Arbeit wie noch nie. Die Zahl der Beschäftigten stieg im Oktober um 90.000 auf 46,1 Millionen Menschen. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Der Rekord aus dem September, als die Beschäftigung erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik auf 46 Millionen gestiegen war, wurde damit noch einmal überboten.

Dennoch hinterlässt die Rezession auch am robusten Arbeitsmarkt Spuren. Das Tempo des Beschäftigungsaufbaus lässt nach. Das zeigt der Vorjahresvergleich: Im Oktober waren 265.000 Personen mehr beschäftigt als vor einem Jahr. Im September 2023 hatte der Zuwachs noch 291.000 Personen betragen. Zum Jahresbeginn lag der Abstand zum Vorjahr noch bei über 430.000. „Der langfristige Aufwärtstrend auf dem Arbeitsmarkt setzte sich insofern mit nachlassender Dynamik fort“, schreiben die Statistiker.

Dass die Beschäftigung im Oktober zum September zunimmt, liegt auch an saisonalen Effekten nach dem Ende der Sommerpause. Rechnet man solche üblichen Saisoneffekte heraus, nahm die Zahl der Erwerbstätigen im Oktober noch um 14.000 leicht zu. Ohne Saisoneffekte war die Beschäftigung seit Juni etwa stabil, errechneten die Statistiker.

Der deutsche Arbeitsmarkt erlebt derzeit eine ungewöhnliche Situation. Denn obwohl die Beschäftigung steigt, nimmt auch die Arbeitslosigkeit zu. Im Oktober 2023 waren nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung in Deutschland 1,4 Millionen Personen erwerbslos. Das waren 66.000 Personen mehr als vor einem Jahr. Bereinigt um saisonale Effekte lag die Erwerbslosenzahl im Oktober um 7000  höher als im September.

Dass Beschäftigung und Arbeitslosigkeit gleichzeitig steigen, liegt vor allem an den vielen Menschen aus der Ukraine, die in Deutschland Schutz vor Russlands Angriffen auf ihr Land suchen. Ukrainer und Ukrainerinnen dürfen in Deutschland – anders als andere Geflüchtete und Asylsuchende – sofort arbeiten. Sie tauchen in der Statistik daher sowohl als Beschäftigte als auch als Arbeitssuchende auf.

Die Zahl der Erwerbslosen wird nach dem Konzept der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gezählt. Sie weicht von der registrierten Arbeitslosigkeit ab, die von der Bundesagentur für Arbeit ermittelt wird. Hinweise zur Methodik, findet ihr hier.