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Geberländer sagen Hilfen von über 1,4 Milliarden Euro für Sahelzone zu

·Lesedauer: 2 Min.
Geberländer sagen 1,4 Milliarden Euro Hilfen für Sahelzone zu
Geberländer sagen 1,4 Milliarden Euro Hilfen für Sahelzone zu

Die Teilnehmer einer internationalen Geberkonferenz haben zur Unterstützung der Länder der afrikanischen Sahelzone Hilfen von mehr als 1,4 Milliarden Euro zugesagt. Der Zentralsahel befinde sich an einem "Tiefpunkt", sagte UN-Generalsekretär António Guterres am Dienstag. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hatte zuvor Deutschlands Beitrag auf hundert Millionen Euro in den nächsten Jahren beziffert. Die virtuelle Geberkonferenz fand auf Initiative Dänemarks, Deutschlands, der EU sowie der UNO statt.

Durch Konflikte, dem Klimawandel und der Corona-Krise befindet sich das Gebiet laut der UN in einer Abwärtsspirale. "Wir müssen diese Abwärtsspirale mit einem erneuten Vorstoß für Frieden und Versöhnung umkehren", sagte Guterres in einer Videobotschaft an die Teilnehmer der Konferenz.

Deshalb sollen die Hilfsmittel für Millionen von Menschen in Burkina Faso, Mali und Niger aufgestockt werden. Ansonsten könne die Situation "zu einer der größten humanitären Krisen der Welt werden", hieß es in einer UN-Erklärung.

Laut dem UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten sei allein in Mali die Zahl der Menschen, die zwischen Januar und August 2020 humanitäre Hilfe benötigten, von 4,3 Millionen auf 6,8 Millionen gestiegen.

Maas hatte vor Beginn der Geberkonferenz ebenfalls vor der humanitären Lage in dem Dreiländereck gewarnt. Die Lage in Burkina Faso, Mali und im Niger sei "ernst und sie spitzt sich schnell zu", sagte der Außenminister in einem virtuellen Grußwort. Alle Warnlampen stünden "auf dunkelrot". Mehr als 16 Millionen Männer, Frauen und Kinder in der Region seien von Hunger bedroht.

Weiter verwies der Minister daraufhin, dass für 60 Prozent des humanitären Bedarfs in der Sahelzone die finanzielle Unterstützung fehle. Die Bekanntgabe des Friedensnobelpreises für das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) vor knapp zwei Wochen sei deshalb ein "Appell an uns alle, das zu ändern", sagte er.

Laut Maas unterstützte Deutschland die Entwicklungszusammenarbeit in der Region im vergangenen Jahr in enger Abstimmung mit der Sahel-Allianz und den G5-Ländern mit über 400 Millionen Euro. Weitere 130 Millionen Euro wurden demnach für Konfliktbeilegung und friedenserhaltende Maßnahmen bereitgestellt.

Der SPD-Politiker forderte eine bessere Verzahnung von humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit und mehr Investitionen in die Konfliktbeilegung sowie friedensschaffende Maßnahmen. Auch müsse sichergestellt werden, dass alle Konfliktparteien ihre völkerrechtlichen Verpflichtungen einhalten und humanitäre Helferinnen und Helfer schützten.

Mit Blick auf die weit verbreitete Armut, militärische Gewalt und häufigen Naturkatastrophen im Sahel-Gebiet spricht das Auswärtige Amt von einer der "schlimmsten humanitären Krisen weltweit". 

hg/mkü