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Gebäudereiniger verlangen Abschaffung von 450-Euro-Mini-Jobs

BERLIN/FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Bundesinnung der Gebäudereiniger will die Mini-Jobs mit ihrer starren Einkommensgrenze von 450 Euro abschaffen lassen. Bei jeder Tarifsteigerung wirke die Grenze als "absurdes Instrument der Arbeitszeitverkürzung", sagte Bundesinnungsmeister Thomas Dietrich der Deutschen Presse-Agentur.

Laut Innung arbeitet ungefähr jeder dritte der rund 700 000 Gebäudereiniger in einem Mini-Job mit einer Verdienstobergrenze von 450 Euro. Bei höheren Löhnen verkürzt sich so die abzuleistende Arbeitszeit, wenn die Verdienstspanne bereits ausgeschöpft ist. Das trifft den Arbeitgebern zufolge auf mehr als 100 000 Beschäftigte zu.

Minijobs würden zunehmend unflexibel und seien mit der 30-prozentigen Pauschalabgabe für die Betriebe ohnehin die teuerste Beschäftigungsform, kritisierte Dietrich. Sollte es keine politische Mehrheit für eine Abschaffung der Mini-Jobs geben, müsse wenigstens die Verdienstgrenze angehoben werden, verlangte der Bundesinnungsmeister.