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GE und Hitachi ABB Power Grids schließen richtungsweisenden Vertrag zur Reduktion der Umweltbelastung durch die Stromübertragung

·Lesedauer: 5 Min.
  • Zum ersten Mal in dieser Branche schließen zwei weltweit führende Unternehmen der Energietechnik eine nicht-exklusive gegenseitige Lizenzvereinbarung, die es ihnen ermöglicht, ihr Angebot von Hochspannungsprodukten zu erweitern, die statt Schwefelhexafluorid (SF6) ein neuartiges Gas verwenden

  • SF6 ist ein Isolations- und Schaltgas, das in Hochspannungsanlagen gebraucht wird und ein starkes Treibhausgas ist

  • Die aus Anlass des Earth Day 2021 bekanntgegebene Vereinbarung wird Energieversorgern die Möglichkeit geben, ihre Treibhausgasemissionen rascher zu reduzieren

Der Geschäftsbereich GE Renewable Energy’s Grid Solutions (NYSE: GE) und Hitachi ABB Power Grids Ltd. gaben heute den Abschluss einer nicht-exklusiven gegenseitigen Lizenzvereinbarung bekannt, die die Nutzung eines Eco-Gases betrifft, das statt Schwefelhexafluorid (SF6) in Hochspannungsanlagen verwendet wird. Diese Gasmischung auf Fluornitril-Basis reduziert die Umweltbelastung im Vergleich zu SF6 erheblich.

Beide Firmen teilen komplementäres geistiges Eigentum an ihren jeweiligen SF6-freien Lösungen miteinander. Die richtungsweisende Vereinbarung zwischen zwei weltweiten Marktführern in der Energietechnik wurde aus Anlass des Earth Day 2021 bekanntgegeben. Sie wird helfen, in Hochspannungsanlagen schneller von SF6 auf umweltfreundlichere Isolier- und Schaltgase auf Fluornitril-Basis umzusteigen. In einem vor kurzem veröffentlichten Bericht der EU-Kommission wurde festgestellt, dass Gasmischungen auf Fluornitril-Basis möglicherweise die einzige Alternative zu SF6 sind, wenn der Platz beschränkt ist.

Die heutige historische Vereinbarung ebnet den Weg zu einer SF6-freien Standardlösung für zukünftige Hochspannungsanlagen. Damit würde Energieversorgern und Industriekunden die Möglichkeit gegeben, ihre Treibhausgasemissionen rascher zu reduzieren und ihre Netze mit standardisierten Wartungsabläufen und mit einheitlicher Hilfsausrüstung zu planen, zu betreiben und instand zu halten.

SF6-Gas ist aufgrund seiner einzigartigen physikalischen Eigenschaften seit fast einem halben Jahrhundert die Norm in der Stromübertragung und der Stromverteilung. Es ist jedoch ein Treibhausgas, das zur globalen Erwärmung beiträgt, wenn es entweicht. Aus diesem Grund haben GE und Hitachi ABB Power Grids in die Entwicklung von Alternativen zu SF6 investiert.

„Energieversorger entwickeln ein zunehmendes Bewusstsein für ihren Umweltfußabdruck und dessen Auswirkung auf die Bevölkerung und die Umwelt. Die heutige richtungsweisende Vereinbarung unterstreicht unser Versprechen, unseren Kunden bei der Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen zu helfen", erklärt Heiner Markhoff, CEO von GE Grid Solutions. „GE war Pionier mit diesem Gas auf Fluornitril-Basis, das wir g3 genannt haben, und hat anschließend ein umfangreiches SF6-freies Produktsortiment entwickelt. Unsere g3 SF6-freien Produkte sind seit 2015 kommerziell erhältlich und sind genauso kompakt und leistungsstark wie traditionelle SF6-Anlagen", fügt er hinzu.

„Als ein Bestandteil unseres Versprechens, zu einer CO2-neutralen Zukunft beizutragen und die Energiewende zu beschleunigen, haben wir uns entschieden, durch diese gegenseitige Lizenzvereinbarung auf eine Standardlösung hinzuarbeiten, die die Bedürfnisse unserer Kunden erfüllt", sagte Markus Heimbach, Geschäftsführer des Bereichs Hochspannungsprodukte von Hitachi ABB Power Grids. „Als Technologieführer sind wir seit jeher Vorreiter bei gasisolierten Schaltanlagen (GIS), die eine Schlüsseltechnik für die Urbanisierung geworden sind, wir haben die allererste SF6-freie GIS installiert, die den CO2-Fußabdruck erheblich reduziert", fügte er hinzu.

Die beiden Unternehmen werden die Produktentwicklung, die Fertigung, den Vertrieb, die Vermarktung und die Serviceaktivitäten ihrer Gaslösungen vollständig unabhängig fortführen. Jedes Unternehmen wird auch weiterhin unabhängig die Lizenzen für sein jeweiliges geistiges Eigentum gewähren und die Lizenzbedingungen festlegen, sodass die Vielfalt der Lieferantenbasis innerhalb der Industrie und ein fairer Wettbewerb gewahrt bleiben.

Über GE Grid Solutions

Grid Solutions ist ein Geschäftsbereich von GE Renewable Energy und bedient Kunden weltweit mit mehr als 13.000 Mitarbeitern. Grid Solutions liefert Energieversorgungsunternehmen und Industrien weltweit Anlagen, Systeme und Dienstleistungen, die Energie zuverlässig und effizient vom Erzeugungspunkt zum Energieendverbraucher transportieren. Grid Solutions konzentriert sich auf die Bewältigung der Herausforderungen der Energiewende durch die Unterstützung sicherer und zuverlässiger Verbindungen von erneuerbaren und dezentralen Energiequellen mit dem Stromnetz. Weitere Informationen zu GE Grid Solutions finden Sie auf der Website www.gegridsolutions.com.

Über GEs g3

Die Alternative zum Isolier- und Schaltgas SF6 von GE ist g3, ein Gas, das aus jahrzehntelanger Forschungs- und Entwicklungsarbeit seiner Teams in Frankreich, Deutschland und der Schweiz in Kooperation mit 3M hervorgeht. Das g3 Gasgemisch basiert auf Kohlendioxid, Sauerstoff und dem flüssigen Dielektrikum 3M™ Novec™ 4710 aus der 3M Fluornitril-Gruppe. Fluornitril wurde von den Forschungs- und Entwicklungsexperten von GE als der am besten geeignete Zusatzstoff zu CO2 und O2 ermittelt, mit dem der gewünschte ökologische Nutzen als Alternative zu SF6 erzielt wird, ohne die technische Leistungsfähigkeit und Abmessungen der Anlagen zu beeinträchtigen. Folglich ist das Treibhauspotential des g3-Gases von GE über 99 % geringer als das von SF6. Im Hinblick auf die technische Performance bieten auf g3 basierende Hochspannungsanlagen nicht nur die gleiche Leistung wie SF6-Produkte, sie weisen auch die gleiche Kompaktheit wie SF6-Anlagen auf und werden bei identischen Umgebungsbedingungen (bis –30 °C) betrieben.

Mit g3-Gas isolierte Produkte von GE sind derzeit als Live-Tank-Leistungsschalter und gasisolierte Schaltanlagen (GIS) bis zu 145 kV sowie gasisolierte Leitungen (GIL) bis zu 420 kV verfügbar. Ein 420 kV g3-gasisolierter Leistungsschalter ist derzeit in Entwicklung. Das Projekt wird von der EU im Rahmen ihres LIFE Programms finanziell unterstützt. Bis heute haben sich bereits 23 führende Energieversorger bei ihren Hochspannungsnetzen auf g3-gasisolierte Anlagen von GE umgestellt, wodurch mehr als eine Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent im Netz vermieden werden können. Dies entspricht der Vermeidung von jährlich rund 476.000 Benzin-PKW auf den Straßen.

Weitere Informationen zu g3:
Green Gas for Grid – g3 - SF6-freie Lösungen (gegridsolutions.com)

Weitere Informationen zur Entwicklung von g3, dem auf Fluornitril basierenden Gasgemisch von GE:
Auf der Suche nach Ersatz für SF6 | Think Grid (think-grid.org)

Originalversion auf businesswire.com ansehen: https://www.businesswire.com/news/home/20210421005177/de/

Contacts

Für Medienanfragen wenden Sie sich bitte an:
Allison J. Cohen
External Communications Leader, Grid Solutions
GE Renewable Energy
+972.54.7299742
Allison.J.Cohen@ge.com