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GE-Chef erwartet negativen Cashflow – Aktie bricht ein


Der Aktienkurs von General Electric ist am Dienstag zwischenzeitlich um mehr als sieben Prozent eingebrochen, nachdem CEO Larry Culp verkündet hat, dass er für das laufende Jahr einen negativen Cashflow erwartet. Culp sagte das auf einer Investorenkonferenz von JP Morgan. Grund sei die anhaltende Schwäche in der Kraftwerkssparte.
Negativer Cashflow bedeutet, dass General Electric mehr Geld ausgeben als einnehmen wird. Für Investoren ist diese Kennzahl sehr wichtig, weil sie viel über die Effizienz eines Unternehmens verrät.

GE befindet sich derzeit mitten in einer der schwersten Krise seiner Geschichte. Culp ist bereits der zweite neue Vorstandsvorsitzende seit dem Abgang von Jeffrey Immelt im Sommer 2007. Auf ihm liegen große Hoffnungen.

Vor allem in den vergangenen drei Monaten hatte sich der Aktienkurs von General Electric zuletzt wieder deutlich erholt. Er liegt auch jetzt noch deutlich über seinem Tiefpunkt im Dezember, als der Aktienkurs unter die Sieben-Dollar-Marke rutschte. Das liegt auch daran, dass Culp den Umbau des US-Konzerns schnell vorantreibt.

Im vierten Quartal hatte das Unternehmen trotz hoher Verluste in der Kraftwerkssparte wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Konzern wies von Oktober bis Dezember einen Nettogewinn von 666 Millionen Dollar aus. Ein Jahr zuvor hatten milliardenschwere Abschreibungen im Zuge des Konzernumbaus zu einem Verlust von elf Milliarden Dollar geführt.

Erst Ende Februar hatte Culp angekündigt, dass General Electric seine Biotechsparte für 21 Milliarden Dollar an Danaher verkauft. Mit dem Verkauf will er auch die hohen Schulden senken, die zuletzt bei 100 Milliarden Dollar lagen.

Was die Kraftwerksparte betrifft, so mahnte Culp die Investoren zur Geduld: „Das ist eine mehrjähriger Umbau in der Energiesparte. Das will ich in keiner Form versüßen“, stellte er klar. „Da liegt noch viel Arbeit vor uns“, sagte er und die Schritte würden eher klein sein.