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Gazprom & Nord Stream 2: USA machtlos … und wieder diplomatisch?

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 2 Min.

Beim Thema Gazprom (WKN: 903276) und Nord Stream 2 gab es zuletzt eindeutig Grund für Pessimismus. Auch die neue US-Regierung und der Außenminister Blinken haben weitere Sanktionen ins Spiel gebracht. Sowie gefordert, dass sich mit dem Projekt verbundene Unternehmen sofort zurückziehen müssten, wenn sie Sanktionen umgehen wollen.

Ob das wiederum den Bau von Nord Stream 2 verhindern kann? Von Anfang an fraglich. Trotzdem haben diese Äußerungen den Druck auf das Projekt und die Beteiligten definitiv erhöht. Eine Verschärfung der Lage schien – trotz diplomatischer Bestrebungen – daher weiterhin möglich.

Jetzt wiederum gibt es womöglich das Zurückrudern vonseiten des US-Außenministers. Lass uns das im Folgenden ein wenig näher inspizieren. Sowie schauen, was das für die EU-Pipeline, die Sanktionen und den weiteren Verfahrensgang bedeuten könnte.

Nord Stream 2: USA machtlos & diplomatisch?

Wie jetzt unter anderem die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf ein Interview mit CNN berichtet, scheint US-Außenminister Blinken inzwischen etwas gemäßigt in seinem Tonfall zu sein. Das wiederum führt dazu, dass die besagte Zeitung bereits in der Einleitung skizziert, dass die USA den Bau von Nord Stream 2 womöglich nicht mehr verhindern könnten.

Wie Blinken jedoch im Rahmen des besagten Interviews gesagt hat, habe sich die Einstellung der USA zur EU-Pipeline vom Grundsatz her nicht verändert. Sie sei ein schlechter Deal für Europa, sie spalte den Kontinent. Zudem verschaffe sie Russland eine zusätzliche Waffe, um Energie als Druckmittel einsetzen zu können. Eine Position, die natürlich hinlänglich bekannt ist.

Allerdings räumte Blinken ein, dass die Fertigstellung letztlich diejenigen entscheiden müssten, die das Projekt fertigstellen wollen. Man habe lediglich klarmachen wollen, dass die USA zu Nord Stream 2 die Rolle der Opposition eingenommen hätten. Wobei wir eines festhalten können: Dass die Sanktionen vom Tisch sind, geht aus diesen Äußerungen natürlich nicht hervor.

Trotz allem und der Meinungsunterschiede sei Deutschland für die USA jedoch weiterhin einer der engsten Verbündeten weltweit. Diese Unterschiede bei Nord Stream 2 würden das nicht verändern. Definitiv ein paar spannende Worte, die wir jetzt vom US-amerikanischen Außenminister hören, der ebenfalls den Druck zuletzt erhöht hat.

Eigentlich unverändert …

Die Ausgangslage im Kontext von Nord Stream 2 ist trotzdem eigentlich unverändert. Die USA haben ihre Haltung nicht überdacht, Deutschland hält ebenfalls am Bau und an der Fertigstellung fest. Russland sowieso. Das ist weiterhin die Basis, auf der der weitere Verfahrensgang fußen dürfte.

Trotzdem: Mit den Äußerungen zeigt Blinken, dass die neue US-Regierung wieder die Nähe zu Deutschland, der EU und insgesamt zu den Verbündeten sucht, was insgesamt ein positives Zeichen ist. Auch im inzwischen Dauer-Disput rund um Nord Stream 2 ebnet das zumindest die Hoffnung auf eine diplomatische Einigung. Wobei die US-Sanktionen, wie gesagt, nicht explizit vom Tisch sind.

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