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Gazprom beginnt mit Bau der South-Stream-Pipeline

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Anapa/Russland (dapd). Nach jahrelangen Verhandlungen und immer neuen Verzögerungen hat der russische Gaskonzern Gazprom am Freitag offiziell mit dem Bau der South-Stream-Pipeline nach Europa begonnen. Für Gazprom ist die 16 Millionen Euro teure Pipeline entscheidend, um die Versorgung seines wichtigsten Exportmarkts absichern.

Die South-Stream-Pipeline wird die russische Schwarzmeerküste mit dem Balkan und mit Österreich und Italien verbinden. Sie soll 2015 in Betrieb gehen und pro Jahr 63 Millionen Kubikmeter Gas transportieren.

"South Stream wird die Voraussetzungen für eine verlässliche Gasversorgung der wichtigsten Kunden in Südeuropa schaffen", sagte der russische Präsident Wladimir Putin bei einer Zeremonie anlässlich des Baubeginns. Europa deckt bisher zwei Fünftel seines Gasbedarfs durch Russland. Die neue Pipeline soll an der Ukraine vorbeiführen, Streit zwischen der Ukraine und Russland hatte in den vergangenen Jahren immer wieder zu Engpässen in Europa geführt.

An dem Joint Venture ist Gazprom (MCX: GAZP.ME - Nachrichten) mit 50 Prozent beteiligt, aber auch die deutsche Wintershall, die französische EdF (Paris: FR0010242511 - Nachrichten) und die italienische Eni (EUREX: E1NT.EX - Nachrichten) unterstützen das Projekt.

Im Oktober hatte Gazprom den zweiten Strang von Nord Stream eröffnet, einer Pipeline unter der Ostsee, die Deutschland mit den großen Gasreserven Sibiriens verbindet. Nord Stream hat eine Kapazität von insgesamt 55 Milliarden Kubikmetern.

dapd