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Der Gates Foundation Goalkeepers Bericht besagt, dass nur 7 Innovationen bis 2030 die Leben von 2 Millionen Müttern und Babys retten könnten.

Melinda French Gates und Bill Gates rufen zu dringenden Maßnahmen auf, um Fortschritte bei den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung zu erzielen und einen Schwerpunkt auf die Reduzierung der Mütter- und Kindersterblichkeit zu legen.

SEATTLE, 12. September 2023 /PRNewswire/ -- Die Bill & Melinda Gates Foundation hat heute ihren siebten jährlichen Goalkeepers Report veröffentlicht. Darin wird dargelegt, wo die Welt auf halbem Wege zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) hinterherhinkt und wo Innovationen und Investitionen den Fortschritt vorantreiben könnten, insbesondere beim Kampf gegen das globale Problem der Mütter- und Kindersterblichkeit.

Der von den Co-Vorsitzenden der Stiftung, Melinda French Gates und Bill Gates, mitverfasste Bericht hebt neue Daten hervor, die das globale Potenzial von sieben Innovationen und Praktiken aufzeigen, welche die Hauptursachen für Todesfälle bei Müttern und Neugeborenen bekämpfen.

„Wenn wir neue Innovationen denjenigen zugänglich machen, die sie am dringendsten benötigen, könnten bis 2030 2 Millionen und bis 2040 6,4 Millionen Menschenleben zusätzlich gerettet werden. Das sind 2 Millionen Familien, denen unvorstellbares Leid erspart bliebe – und 2 Millionen Menschen mehr, die unsere Welt gestalten und bereichern können", schreiben sie.

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Seit 2016 sind die Fortschritte bei der Senkung der Müttersterblichkeit weltweit ins Stocken geraten und in einigen Ländern – darunter die Vereinigten Staaten – sind die Sterberaten sogar stetig gestiegen. Weltweit sterben jeden Tag fast 800 Frauen bei der Geburt. Die Sterbefälle bei Kindern unter 5 Jahren sind zwar seit Mitte der 2010er-Jahre weiter zurückgegangen, aber der erste Lebensmonat eines Neugeborenen ist nach wie vor der gefährlichste. In ihm ereignen sich fast die Hälfte aller Todesfälle unter 5 Jahren. Schätzungsweise 74 % der Todesfälle bei Kindern ereignen sich während des ersten Lebensjahres eines Babys.

In ihren Essays würdigen French Gates und Gates die globalen Bemühungen zwischen 2000 und 2015, welche die Gesundheit von Müttern und Babys erheblich verbessert haben, weisen aber darauf hin, dass dieser Fortschritt seit dem Auftreten von COVID-19 ins Stocken geraten ist. Sie erläutern, wie die Entdeckung revolutionärer Erkenntnisse über die Gesundheit von Müttern und Kindern in den letzten 10 Jahren kostengünstige und einfach umzusetzende Innovationen und Praktiken hervorbrachte, die tödliche Geburtskomplikationen wie postpartale Blutungen, Infektionen und mütterliche Anämie verhindern und behandeln. Sie rufen zu sofortigem Handeln auf, um die Welt wieder auf den richtigen Weg zu bringen, um das globale Ziel zu erreichen, bis 2030 die Müttersterblichkeit auf unter 70 pro 100.000 Geburten und die Neugeborenensterblichkeit auf 12 pro 1.000 Lebendgeburten zu senken.

„Wie so oft im Bereich der globalen Gesundheit kommen Innovationen nicht bei den Menschen an, die sie am dringendsten benötigen – Frauen in Ländern mit niedrigem Einkommen sowie schwarze und indigene Frauen in Ländern mit hohem Einkommen wie den USA, die dreimal so häufig sterben wie weiße Frauen. Das muss sich ändern", schreibt French Gates. „Wir haben immer wieder gesehen, dass Länder, die der Gesundheit von Frauen Priorität einräumen und in sie investieren, einen Fortschrittsmotor in Gang setzen, der die Armut verringern, die Gleichstellung der Geschlechter voranbringen und robuste Volkswirtschaften aufbauen kann."

„In den letzten zehn Jahren hat sich der Bereich der Kindergesundheit schneller und weiter entwickelt, als ich es zu meinen Lebzeiten für möglich gehalten hätte", sagte Bill Gates. „Wenn unsere Leistung mit unseren Erkenntnissen Schritt halten kann – wenn Forscher weiterhin neue Innovationen entwickeln können und qualifizierte Mitarbeiter im Gesundheitswesen diese jeder Mutter und jedem Kind zur Verfügung stellen können, dann überleben mehr Babys diese entscheidenden ersten Tage."

Viele der im Bericht hervorgehobenen lebensrettenden Innovationen und Praktiken können von Hebammen und Geburtshelfern in Gemeinden bereitgestellt werden. Dazu gehören:

  1. Ein Bündel von Maßnahmen, mit denenpostpartale Blutungen, die Todesursache Nummer 1 bei Müttern, um 60 % reduziert werden können - für weniger als 1 US-Dollar pro Paket.

  2. Bifidobakterien (B. Infantis), ein neues probiotisches Nahrungsergänzungsmittel, das mit Mangelernährung eine der Hauptursachen für den Tod von Neugeborenen bekämpft, wenn es dem Säugling zusätzlich zur Muttermilch gegeben wird.

  3. Nahrungsergänzungsmittel mit mehreren Mikronährstoffen (MMS), welche die Überlebenschancen des Babys erhöhen, indem sie dazu beitragen, die Nährstoffspeicher schwangerer Frauen aufzufüllen und sicherstellen, dass diese lebenswichtigen Nährstoffe an das Baby weitergegeben werden.

  4. Eine neue einmalige intravenöse Infusion von Eisen für Frauen, welche die Eisenreserven während der Schwangerschaft wieder auffüllt, um Anämie vorzubeugen und zu behandeln. Anämie ist sowohl eine Ursache als auch eine Folge von postpartalen Blutungen und betrifft fast 37 % aller schwangeren Frauen.

  5. Antenatale Kortikosteroide (ACS), die Frauen bei Frühgeburten verabreicht werden, um das fetale Lungenwachstum zu beschleunigen, was innerhalb weniger Tage eine mehrwöchige Reifung bewirkt.

  6. Azithromycin, das Infektionen bei Müttern während der Schwangerschaft eindämmt und verhindert, dass sich Infektionen zu einer Sepsis ausweiten – die Ursache für 23 % der Todesfälle bei Müttern in den Vereinigten Staaten – und die Sterblichkeitsrate bei Säuglingen in Situationen mit hoher Mortalität reduziert.

  7. Ein  KI-gestütztes tragbares Ultraschallgerät , das Krankenschwestern und Hebammen in die Lage versetzt, Risikoschwangerschaften in ressourcenarmen Gebieten zu überwachen, um sicherzustellen, dass Risiken frühzeitig diagnostiziert und behandelt werden.

Der Goalkeepers Bericht zeigt, dass die Welt bei 18 Indikatoren der SDGs – von Armut und Geschlechtergleichheit über Bildung und Ernährungssicherheit bis Gesundheit und Klima – vom Weg abgekommen ist. Der Bericht unterstreicht, dass dringender Handlungsbedarf besteht und ein erneuertes globales Engagement erforderlich ist, um bis 2030 eine gerechtere und sicherere Zukunft für alle zu gewährleisten. Um Müttern und Babys den Zugang zu einer guten Gesundheitsversorgung zu ermöglichen, die sie für ein langes und gesundes Leben benötigen, bedarf es politischer Veränderungen, eines politischen Willens und größerer Investitionen in die Gesundheit von Frauen und in medizinisches Personal, einschließlich Hebammen.

„Die Welt hat in kürzester Zeit enorme Fortschritte im Verständnis gemacht, wie man die verwundbarsten Menschen retten kann", so Mark Suzman, CEO der Gates Foundation. „Gemeinsam können wir dieses Wissen in konkrete Fortschritte umsetzen, indem wir Länder dabei unterstützen, Zugang zu den hochwertigsten Produkten zu erhalten, von denen bekannt ist, dass sie das Leben von Müttern und Babys retten können, indem wir mehr in die Forschung und Entwicklung neuer lebensrettender Instrumente und Ansätze investieren und sicherstellen, dass Frauen auf ihrem gesamten Weg zur Mutterschaft selbst über ihre medizinische Versorgung bestimmen können. Die Welt kann und muss mehr tun, um eine gesündere und wohlhabendere Welt mit mehr Gleichberechtigung zu schaffen."

Informationen zur Bill & Melinda Gates Foundation
Geleitet von der Überzeugung, dass jedes Leben gleich viel wert ist, setzt sich die Bill & Melinda Gates Foundation dafür ein, dass jeder Mensch ein gesundes und produktives Leben führen kann. In den Entwicklungsländern konzentriert sich die Foundation darauf, die Gesundheit der Menschen zu verbessern und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich aus Hunger und extremer Armut zu befreien. In den Vereinigten Staaten soll sichergestellt werden, dass alle Menschen – insbesondere diejenigen, die über die geringsten Mittel verfügen – Zugang zu den Möglichkeiten haben, die sie benötigen, um in der Schule und im Leben erfolgreich zu sein. Die Stiftung mit Sitz in Seattle, Washington, wird vom CEO Mark Suzman unter der Leitung der Co-Vorsitzenden Bill Gates und Melinda French Gates sowie des Kuratoriums geführt.

Informationen zu Goalkeepers
Goalkeepers ist die Kampagne der Stiftung zur Beschleunigung des Fortschritts bei der Verwirklichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (globale Ziele). Die Gates Foundation hofft, durch die Veröffentlichung von Geschichten und Daten zu den globalen Zielen in einem Jahresbericht eine neue Generation von Führungspersönlichkeiten zu inspirieren – „Goalkeepers", die das Bewusstsein für Fortschritt erhöhen, Entscheidungsträger zur Verantwortung ziehen und Maßnahmen zur Erreichung der globalen Ziele vorantreiben.

Informationen zu den globalen Zielen
Am 25. September 2015 verpflichteten sich 193 Staats- und Regierungschefs am Sitz der Vereinten Nationen in New York auf die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (globale Ziele). Dabei handelt es sich um eine Reihe ehrgeiziger Zielvorgaben, mit denen bis 2030 drei herausragende Erfolge erzielt werden sollen: Beendigung der Armut, Bekämpfung von Ungleichheit und Ungerechtigkeit und Eindämmung des Klimawandels.

Medienkontakt: media@gatesfoundation.org

Link zum Bericht: https://www.gatesfoundation.org/goalkeepers/report/2023-report/

Visuelle Assets des Berichts:  http://gatesfoundation.isebox.net/gk23/goalkeepers

Cision
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