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Gasverbrauch steigt stark: Einsparung fällt unter die kritische Marke von 20 Prozent

Das kalte Wetter hat die Gaseinsparungen in Deutschland erstmals unter das Ziel von 20 Prozent gefallen.  - Copyright: Picture Alliance
Das kalte Wetter hat die Gaseinsparungen in Deutschland erstmals unter das Ziel von 20 Prozent gefallen. - Copyright: Picture Alliance

Der Gasverbrauch in Deutschland nimmt weiter deutlich zu und drückt die Einsparungen zum Vorjahr erstmals unter das Ziel von 20 Prozent.

In der vorigen Woche lag der Gasverbrauch um 14 Prozent über der Vorwoche, schrieb die Bundesnetzagentur am Donnerstag in ihrem Lagebericht. Der Verbrauch war in der 48. Kalenderwoche nur noch um 13 Prozent geringer als im Mittel der Vorjahre. Die Industrie verbrauchte zwölf Prozent weniger Gas, die Haushalte und kleineren Gewerbe sparten 13 Prozent.

Die 48. Kalenderwoche, auf die sich die Daten beziehen, war um 0,7 Prozent kälter als im Mittel der Vorjahre. Auch bereinigt um diesen Kälteeffekt lag die Einsparung mit minus 16 Prozent erstmals unter dem 20-Prozent-Ziel. Die Bundesnetzagentur hatte es ausgegeben, um einen Gasmangel in diesem Winter vermeiden zu können.

Entsprechend besorgt äußerte sich der Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller. „In der 48. KW wurde erstmals deutlich zu wenig Gas gespart“, schrieb Müller bei Twitter. „Das sollte sich nicht fortsetzen“.

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Die Netzagentur erwartet, dass der Gasverbrauch auch in der laufenden 49. Kalenderwoche weiter steigt. Für diese Tage sagt sie Temperaturen von 2,3 Grad unter dem Mittel der Vorjahre voraus. Insgesamt bewertet die Netzagentur die Lage bei der Gasversorgung aber noch als stabil.

Der steigende Verbrauch führt dazu, dass Gasversorger vermehrt auf die Vorräte in den Gasspeichern zurückgreifen müssen. Der Füllstand der Gasspeicher fiel am Donnerstag erneut um 0,42 Prozentpunkte auf 95,53 Prozent. Der Füllstand liegt für diese Zeit des Jahres immer noch hoch, fällt nun aber unter die Bestwerte der vergangenen Jahre. Dies zeigt auch diese Grafik.