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Gaststättenverband begrüßt Lockerungen und erwartet Mehrkosten

BERLIN (dpa-AFX) - Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga hat erste Lockerungen für die Branche in der Corona-Krise in manchen Bundesländern begrüßt. Nach rund acht Wochen Zwangsschließung bei hohen Fixkosten sei die Lage vieler Betriebe dramatisch, teilte Dehoga-Präsident Guido Zöllick am Mittwoch nach einer Konferenz von Bund und Ländern zu diesen Themen mit. "Es ist deshalb richtig und gut, dass die Ministerpräsidenten in einer Balance zwischen Verantwortung für die Gesundheit der Menschen in diesem Land, aber auch in der Verantwortung für die Wirtschaft jetzt handeln."

Bund und Länder hatten sich am Mittwoch darauf geeinigt, dass die Bundesländer in eigener Verantwortung eine schrittweise Öffnung von Hotels und Gaststätten zulassen können. Dabei müssen Auflagen mit Blick auf Sicherheit und Hygiene beachtet werden, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Die Wirtschaftsminister der Länder hatten sich auf einen Korridor vom 9. bis zum 22. Mai für eine bundesweite kontrollierte Öffnung des Gastgewerbes verständigt.

"Es gilt, die Abstandsgebote und noch strengere Hygienevorschriften einzuhalten", teilte Zöllick mit. All das sei mit Mehrkosten für die Betriebe verbunden. Er gehe außerdem davon aus, dass aufgrund der Abstandsregeln nur 30 bis 50 Prozent des Vorjahresumsatzes erzielt werden könnten.

Bereits Anfang der Woche hatten Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern Öffnungstermine für das Gastgewerbe angekündigt. In Mecklenburg-Vorpommern sollen demnach ab dem 18. Mai Hotels wieder für Einheimische bereitstehen. Eine Woche später sollen sie dann auch für Gäste aus anderen Bundesländern öffnen. In Niedersachsen ist ab dem 25. Mai die touristische Nutzung von Hotels, Pensionen und Jugendherbergen vorgesehen.