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Gaspreis fällt weiter: Schwache Nachfrage, höhere Lagerbestände

(Bloomberg) -- Europäisches Erdgas fällt den vierten Tag in Folge, da das hohe Preisniveau die Nachfrage gesenkt hat und die unerwartet rasche Auffüllung der europäischen Gasspeicher die Sorgen über die russischen Lieferungen dämpft.

Benchmark-Futures gaben um bis zu 5% nach und liegen nun etwa ein Drittel unter den Höchstständen der vergangenen Woche. Dass die Europäische Union ihr Ziel, die Speicher bis November zu 80% zu füllen, bereits vor einigen Tagen erreicht hat, wirkt am Markt offenbar stärker als die Angst davor, dass der Lieferstopp wegen der Wartung der Nord-Stream-Pipeline länger als die terminierten drei Tage andauert.

Selbst wenn die russischen Lieferungen nach September eingestellt werden, könnte nach Ansicht der Analysten der Citigroup ein weiterer Aufbau der Speicher das gefühlte Gasversorgungsrisiko verringern, wenn die Nachfrage um 10% gedrosselt bleibt und die starken Importe von verflüssigtem Erdgas anhalten. Im August war die Nachfrage bereits 12% niedriger als im Vorjahr, haben die Spezialisten der Bank errechnet.

Der August war “ein weiterer Rekordmonat für den Aufbau der Gasspeicherstände”, so die Citigroup. Das Wachstum der Speicher spiegelt größtenteils die nachlassende Nachfrage und das stabile Angebot wider, heißt es. LNG und norwegische Lieferungen tragen dazu bei, den Rückgang der russischen Mengen auszugleichen.

Der Preis für niederländisches Gas, eine Richtgröße für Europa, fiel in Amsterdam um bis zu 5% auf 228 Euro pro Megawattstunde. Die Preise sind in dieser Woche um mehr als 30% gesunken, nachdem sie am Freitag ein Rekordniveau erreicht hatten.

Die EU drängt die Mitgliedsländer zu einer drastischen Reduzierung des Gasverbrauchs, um strenge Rationierungen im Winter zu vermeiden. Zudem werden weitere LNG-Terminals eingerichtet, um neue Quellen für den Brennstoff zu erschließen - darunter auch ein fünftes schwimmendes in Deutschland.

Überschrift des Artikels im Original:

European Gas Slides Again on Easing Demand and Higher Stockpiles

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