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GameStop-Aktie: Das kann übel enden – aber auch extrem gut werden!

Stefan Naerger, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.
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Ja, die GameStop-Aktie (WKN: A0HGDX) ist noch immer nicht tot. Ganz im Gegenteil. Nach der krassen Kursexplosion im Januar 2021 hielt die Waffenruhe nicht lange. Auf Sicht von einer Woche verteuerte sich die Aktie des Spieleladens mal wieder um 134 % (Stand für diese Zahl und alle weiteren Zahlen: 11.03.2021).

Da reiben sich die Profis verwundert die Augen. Kehrt eine Aktie nach einer Euphoriewelle dieser Tragweite nicht erst mal für längere Zeit in die graue Realität zurück?

Bei der GameStop-Aktie drehen sich offenbar andere Räder. Doch das muss nicht unbedingt schlecht sein.

Die Gamestop-Aktie ist fundamental am Ende

Eigentlich sind sich alle einig: Das Geschäftsmodell von GameStop ist fundamental im Niedergang.

Das stationäre Geschäft muss dem digitalen Geschäft zwangsläufig weichen. Die Corona-Krise kann man eigentlich nur als den letzten Sargnagel interpretieren.

GameStop muss digitaler werden, um langfristig überleben zu können. Doch der Umstieg fällt schwer. Im Internet lauern Onlineveteranen wie Steam und GOG, die seit Jahren den digitalen Markt unter sich aufteilen.

Den Käufern der GameStop-Aktie scheint das alles herzlich egal zu sein. Auch bei einem Kurs weit über 200 Euro pro Aktie finden sich offenbar noch Käufer.

Eine Kapitalerhöhung ist nicht auszuschließen

Wer behält recht – die Käufer oder die fundamentalen Skeptiker? Wer die Börsenhistorie kennt, kommt schnell zu dem Schluss, dass die fundamental blinde Herde mal wieder ins Messer laufen wird.

Doch das muss nicht sein! Es sind noch immer verschiedene Szenarien denkbar, die nicht alle zu einem Totalabsturz der GameStop-Aktie führen müssen.

Zunächst muss man anerkennen, dass auch der Kurs der GameStop-Aktie von Angebot und Nachfrage getrieben wird. Der innere Wert einer Aktie ist irrelevant, solange es mehr Käufer als Verkäufer gibt.

Aber eben auch nur so lange, wie das Unternehmen halbwegs überleben kann. Wenn es knapp wird oder große Investitionen anstehen, lockt die Kapitalerhöhung. Ob die Käufer auch gegen einen verwässerten Bestand ankaufen können? Schwierig!

Kann ein erfolgreicher Neustart des Kerngeschäfts gelingen? Aber ja!

Ja, eine Kapitalerhöhung könnte das Fass bei der GameStop-Aktie zum Überlaufen bringen. Doch es gibt auch ein extrem optimistisches Szenario.

Was ist, wenn GameStop doch die Kurve kriegt? Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Flaggschiff der alten Welt recht reibungslos in das digitale Zeitalter hinübergleitet.

Dinosaurier Disney konnte mit dem hauseigenen Streaming-Dienst Disney+ beinahe aus dem Stand 100 Millionen Kunden begeistern. Wenn die Sterne richtig stehen, geht alles.

Eine Sache, die das Drama um die GameStop-Aktie zeigt, ist, dass der alte Laden noch immer viele Freunde hat. Mehr, als es sich die Leerverkäufer vorstellen können. Das reicht offenbar für einen saftigen Short Squeeze. Vielleicht auch für einen erfolgreichen Neustart des Kerngeschäfts?

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Stefan Naerger besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keiner der erwähnten Aktien.

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