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GAM erwägt Stellenstreichungen von über 40% in Umbau: Kreise

Patrick Winters

(Bloomberg) -- GAM Holding AG zieht unterrichteten Kreisen zufolge den Abbau von mehr als 40 Prozent der Arbeitsplätze in Betracht. Der Aktienkurs des Schweizer Vermögensverwalters war infolge eines Handelsskandals auf den niedrigsten Wert abgesackt seit der Ausgliederung der Gesellschaft vor einem Jahrzehnt aus der Julius Bär Group Ltd.

In einem Szenario, das diskutiert wird, könnte das Unternehmen die Zahl der Beschäftigten um 250 bis 350 reduzieren, wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte. Sie bat wegen der Vertraulichkeit der Informationen um Anonymität. Per Ende Juni beschäftigte GAM 863 Mitarbeiter. Die Gesellschaft ist bestrebt, nach dem Verlust wichtiger Aktiva die Kosten an die niedrigeren Erträge anzupassen.

Es sei noch keine endgültige Entscheidung zu den potenziellen Stellenstreichungen gefallen, die sich auf Back-Office-Mitarbeiter und entsprechende Aktivitäten konzentrieren würden, sagten die Personen. Auch könnte GAM eine andere Strategie verfolgen, hieß es weiter. Ein Sprecher von GAM lehnte eine Stellungnahme ab.

GAM setzt auf den früheren BlackRock-Inc-Manager Peter Sanderson, er soll den Gewinn wiederherstellen und eine Investorenflucht rückgängig machen, die durch die Suspendierung des ehemaligen Star-Managers Tim Haywood im Juli 2018 ausgelöst wurde. Der Chief Executive Officer wird voraussichtlich Mitte Dezember dem Board seine neue Strategie vorstellen, sagten die Personen.

Als die Haywood-Krise sich verschärfte und Kunden abwanderten, erwog GAM einen Verkauf und führte Gespräche mit Interessenten wie dem italienischen Versicherungskonzern Assicurazioni Generali SpA, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen zuvor berichtet hatten. Der Prozess wurde in diesem Jahr gestoppt und das Unternehmen konzentriere sich nun darauf, das Geschäft als eigenständige Gesellschaft zu verbessern, hieß es weiter.

Überschrift des Artikels im Original:GAM Said to Weigh Cutting Workforce by More Than 40% in Revamp

(Neu: letzter Absatz)

Kontakt Reporter: Patrick Winters in Zurich pwinters3@bloomberg.net

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