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Auf den Gabentisch kommt teures Spielzeug

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Berlin (dapd). Teures Spielzeug wird einer der Umsatztreiber im diesjährigen Weihnachtsgeschäft. Im Durchschnitt liegen für jedes Kind Geschenke für 250 Euro auf dem Gabentisch, wie aus Zahlen und Prognosen hervorgeht, die Branchenverbände am Donnerstag in Nürnberg und Berlin veröffentlichten. Danach werden die deutschen Einzelhändler im November (Xetra: A0Z24E - Nachrichten) und Dezember erstmals mehr als 80 Milliarden Euro umsetzen.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet sowohl für das Weihnachtsgeschäft als auch für das Gesamtjahr mit einem Umsatzzuwachs von 1,5 Prozent im Vergleich zu 2011. Um den Andrang in den Monaten November und Dezember zu bewältigen, wollen die Händler demnach etwa 30.000 zusätzliche Aushilfen einstellen. Die Spielwarenbranche erwartet beim Jahresumsatz sogar ein Plus von drei Prozent auf 2,7 Milliarden Euro.

HDE-Präsident Josef Sanktjohanser sah als Hauptursache für den erwarteten Umsatzzuwachs die gute Beschäftigungslage. Die Bürger hätten in ihrer Gesamtheit mehr Geld zur Verfügung, und das gäben sie auch aus. Seine Branche sei in "robuster Verfassung", aber die Margen und das verfügbare Einkommen der Kunden würden zunehmend durch die steigenden Energiepreise geschwächt.

Nicht anders als vor 50 Jahren

Hersteller klassischer Geschenke wie Kosmetika, Uhren, Schmuck und Spielwaren zeigten Optimismus, während die Bekleidungshändler eher verhalten aufs Weihnachtsgeschäft schauten, sagte der HDE-Präsident. Beim Spielzeug seien ferngesteuerte Autos und Hubschrauber, Brettspiele, Autorennbahnen und Modelleisenbahnen gefragt - "nicht anders als vor 50 Jahren", sagte Sanktjohanser.

Bei den Spielwaren treibt vor allem der Verkauf hochwertiger und teurer Produkte und weniger die Stückzahl den Umsatz, wie der Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels (BVS) und der Deutsche Verband der Spielwaren-Industrie (DVSI) berichteten. Hinzu komme, dass Eltern und Großeltern für ihre Kinder und Enkel mehr Geld ausgäben: Pro Kind werden dieses Jahr nach Schätzungen des Marktforschers Eurotoys für etwa 250 Euro Spielsachen gekauft. Das größte Umsatzpotenzial sieht Eurotoys in der Gruppe der Sechs- bis Zehnjährigen.

Positiv bewerteten die Verbände die Situation im Onlinemarkt. Der HDE erklärte, im Internet würden die Händler im ganzen Jahr 29,5 Milliarden Euro umsetzen. Das wäre eine Steigerung um 13 Prozent gegenüber 2011. Auf das Weihnachtsgeschäft allein entfielen davon 7,4 Milliarden Euro.

Auch Spielzeughändler wachsen vor allem im Internet. Das Onlinegeschäft habe seinen Marktanteil von 21 auf 25 Prozent ausgeweitet, hieß es. Die nach wie vor wichtigste Einkaufsstätte bleibt laut BVS-Geschäftsführer Willy Fischel aber der Fachhandel mit knapp 38 Prozent Umsatzanteil. Nachdem die für 2012 erwarteten Preiserhöhungen geblieben sind und die Preise auch im Weihnachtsgeschäft stabil bleiben sollten, rechnen BVS und DVSI für 2013 mit leichten Preisanstiegen.

dapd

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