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Göring-Eckardt: Digitalisierung in Schulen noch nicht weit genug

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BERLIN (dpa-AFX) - Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sieht rund zwei Jahre nach dem Start des Digitalpakts Schule noch großen Verbesserungsbedarf. "Der Digitalpakt ist ein Anfang gewesen, und es ist auch gut, dass wir das machen konnten. Aber natürlich gibt es ganz viele Dinge, die offen geblieben sind", sagte sie im Podcast "Die Schulstunde" des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND/Montag).

Bei den benötigten Verbesserungen gehe es nicht nur um Infrastruktur. "Dann gehört natürlich die Fortbildung, aber auch die Lehrerbildung dazu, die von Anfang an darauf ausgerichtet sein muss", sagte sie. Mit dem Digitalpakt sei ein Schub gekommen, "was Digitalisierung angeht, aber wir sind noch längst nicht da, wo wir sein könnten oder müssten."

Der Digitalpakt Schule mit ursprünglich 5 Milliarden Euro vom Bund und 500 Millionen von den Ländern wurde 2019 für den Aufbau der digitalen Infrastruktur an den Schulen aufgelegt, zum Beispiel für die Installation von schuleigenem WLAN oder zur Anschaffung digitaler Tafeln - sogenannter Smartboards. Das Förderprogramm wurde mehrfach aufgestockt.

Auf die Frage, welche Note sie der deutschen Bildungspolitik in Sachen Schulen und Corona geben würde, sagte Göring-Eckardt: "Ich würde definitiv sagen ungenügend. Das war auch nicht ausreichend, was da passiert ist." Es müsse noch sehr viel passieren, damit Präsenzunterricht im kommenden Schuljahr sowohl regelmäßig als auch Corona-sicher stattfinden könne.

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