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Fußball-Selfie mit Royals wird mit Meghans Wimbledon-Fehltritt verglichen

Das Royal-Selfie eines Fans hat für Aufsehen gesorgt, nachdem es mit dem mittlerweile berüchtigen Wimbledon-Selfie-Skandal um Herzogin Meghan Anfang des Jahres verglichen wurde.

Am Wochenende bemerkte ein Fan, dass er bei einem Premier-League-Fußballspiel zwischen Norwich City und Aston Villa neben William und Kate samt deren königlichem Nachwuchs saß. Er entschied sich, ein Foto von seinen royalen Sitznachbarn zu machen und löste damit eine ganz andere Reaktion aus, als der ahnungslose Fan, der das Selfie-Gate in Wimbledon losgetreten hatte.

Hey… es ist Samstag und ich gönn mir was… in Carrow Road... Nicht das beste Fußballspiel, das ich @Carrow Road jemals gesehen habe, Norwich verlieren gegen Villa mit 5:1... Aber wer sitzt da hinter mir??

Es gab nämlich gar keine Reaktion seitens der Royals. Das süße Foto wurde am 6. Oktober von dem strahlenden Fan auf Twitter geteilt. Es zeigt Prinz George, wie er mit ausdrucksloser Miene in die Kamera blickt, während Kate, William und Charlotte ihn gar nicht zu bemerken scheinen. Das Foto wurde in der Königsloge geschossen, in der die Familie von anderen Fußballfans umgeben ist. Und ohne uniformiertes Sicherheitspersonal um sie herum könnte man sie leicht für eine ganz normale Familie halten, die das Spiel genießt.

Der Tweet führte zu einer Flut an Kommentaren, in denen alle davon schwärmten, wie sehr die Familie auf dem Boden geblieben sei. Manche verglichen die Situation mit einer ähnlichen Begegnung zwischen Meghan und einem Fan, die ganz anders verlaufen war.

„Schön zu sehen, dass manche Mitglieder der Königsfamilie keine Drama-Queens sind“, schrieb eine Frau. „Guckt mal. So entspannt und unauffällig sollten Meghan und Harry auch sein“, bemerkte jemand anderes. „Ein schönes, normales Paar, das den Menschen in Großbritannien vertraut“, bemerkte jemand anderes spitz.

Ein heikler Vergleich

Eine ähnliche Situation in Wimbledon hatte einen ganz anderen Verlauf genommen, weil Herzogin Meghans Leibwächter Hasan Hasanov für ein Selfie zurechtwies. Foto: Getty Images
Fans konnten die Cambridges am Wochenende ganz anders erleben. Foto: Twitter/CoProNorfolk

Herzogin Meghan erntete vor ein paar Monaten Kritik, als berichtet wurde, dass ihre Leibwächter bei einem öffentlichen Wimbledon-Match einen Fan zurechtgewiesen hatten, der ein Selfie mit ihr machen wollte.

Der 58-jährige Großvater Hasan Hasanov stand dabei im Fokus, weil ein Foto ihn dabei zeigte, wie er im VIP-Bereich vor Herzogin Meghan ein Selfie schoss – noch bevor er von ihrem Sicherheitspersonal zurechtgewiesen wurde.

Man muss das Bild nur vergrößern, um zu sehen, dass der Zuschauer ein Selfie mit Tennisprofi Serena Williams im Hintergrund gemacht hatte. Später sagte er, er habe nicht gewusst, dass die Herzogin von Sussex überhaupt anwesend war. Er war verwirrt, als einer der Leibwächter der damals 37-Jährigen ihn zurechtwies und ihn bat, dem ehemaligen Suits-Star seine Privatsphäre zu lassen.

Will und Kate zucken mit keiner Wimper

Das Paar wurde bei einem Fußballspiel unter den Zuschauern gesichtet. Foto: Getty Images

Den Kommentaren bei Twitter nach zu urteilen, erhielt der bärtige Fan, der das Selfie mit den fußballschauenden Royals gemacht hatte, keine derartige Reaktion. Er hatte sich danach wahrscheinlich wieder hingesetzt und sich das Spiel weiter angesehen.

Harry und Meghan vs. William und Kate

Vor kurzem erst hatten die Sussexes angekündigt haben, dass sie gegen die Zeitung „The Mail on Sunday“ gerichtlich vorgehen werden. Diese hat einen Brief veröffentlicht, den Meghan an ihren Vater geschrieben hatte. Außerdem haben die Sussexes gerade ihre erfolgreiche Afrikareise abgeschlossen.

Rechtsstreit: Prinz Harry reicht Klage gegen Zeitungen ein

Harrys und Meghans Verhalten wird schon lange mit dem Verhalten von William und Kate verglichen. Diese verhalten sich der Öffentlichkeit gegenüber sehr viel offener. Aber manche meinen, der zukünftige König habe auch eine größere Verpflichtung, mit der Öffentlichkeit zu interagieren, die er eines Tages regieren wird.

Zu den Streitpunkten gehört Harrys und Meghans Entscheidung, erst spät Fotos von ihrem Sohn Archie zu veröffentlichen, während Kate und William stets das traditionelle Foto auf der Treppe des Krankenhauses erlauben.

Auch Archies Paten wurden - anders als die Paten des Cambridge-Nachwuchses – geheimgehalten. Und während das Sussex-Paar in die Kritik geraten war, weil sie den Privatjet eines Freundes genutzt hatten, wurden Kate und William in einem kommerziellen Flieger gesichtet.

Das Paar scheint ständig in die Kritik zu geraten, was noch dadurch verschärft wird, dass die Cambridges anscheinend mühelos das Gleichgewicht zwischen privatem und öffentlichem Leben halten.

Und obwohl ein Selfie-Skandal ein eher modernes Dilemma ist, ist es im Grunde doch ein Königsproblem, das so alt ist wie die Zeit selbst.

Dritte Staffel von “The Crown” zeigt Skandale

Die sehnsüchtig erwartete dritte Staffel von “The Crown” läuft am 17. November 2019 an und wird vermutlich viele Zuschauer daran erinnern, dass die bekannteste Familie Großbritanniens schon immer in Skandale verwickelt war.

Während einige sich wegen Meghans Selfie-Sanktionen noch entrüstet an die Perlen greifen, wird es in der kommende Staffel um die turbulenten 60er und 70er Jahre gehen. Sie könnte einige Zuschauer an die Kontroversen erinnern, die es schon immer in Bezug auf die Königsfamilie gegeben hat.

Die vierte Staffel wird sogar noch weiter gehen. Es sind Bilder von den Dreharbeiten aufgetaucht, die bestätigen, dass es in der Staffel um die gemeinsamen Jahre von Charles und Diana gehen wird, die zu ihrer Scheidung nach 15 Jahren Ehe führten.

Penny Burfitt