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Köln stürzt böse ab! "Richtig auf den Sack bekommen"

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Köln stürzt böse ab! "Richtig auf den Sack bekommen"
Köln stürzt böse ab! "Richtig auf den Sack bekommen"

Brachiales Ende des Höhenflugs!

Der 1. FC Köln hat den Sprung auf einen Königsklassen-Platz in der Bundesliga verpasst. Das 0:5 (0:1) bei der TSG Hoffenheim ist sogar die höchste Bundesliga-Pleite für Trainer Steffen Baumgart. Beim SC Paderborn hatte der Coach nur einmal mit fünf Toren Unterschied verloren - beim 1:6 gegen den BVB. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

„Wir können nicht zwei oder drei Prozent weniger machen. Das funktioniert nicht. Wenn ich sage, die Jungs haben das gut gemacht, ist das Schwachsinn. Uns muss klar sein, dass wir auch gegen solche Gegner den Arsch voll kriegen können“, kommentierte Baumgart die Klatsche bei DAZN.

Horn: „Auf den Sack bekommen“

Der 49-Jährige zeigte sich aber auch selbstkritisch: „Vielleicht müssen wir als Trainerteam früher auf die Fünferkette reagieren. Das wird wehtun, sich das noch einmal anzugucken. Aber wir müssen das aufarbeiten und die richtigen Lehren ziehen - auch als Trainerteam.“

Ihlas Bebou (31. und 49.), Christoph Baumgartner (51.), Dennis Geiger (74.) sowie Stefan Posch (87.) trafen für die Hoffenheimer. Die Kraichgauer haben mittlerweile elf Spiele in Folge nicht gegen den FC verloren und die zurückliegenden sieben Begegnungen allesamt gewonnen. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

„Wir haben Hoffenheim spielen lassen und die haben uns vorgeführt. Wir haben richtig auf den Sack bekommen. Das muss man so akzeptieren“, meinte Kölns Kapitän Timo Horn. Verteidiger Rafael Czichos fügte an: „Wir haben viel zu viele Fehler gemacht, waren nicht aggressiv und immer einen Schritt zu spät in den Zweikämpfen.“

Raum: „Man sieht unsere Qualität“

Auf der anderen Seite verschaffte sich der zuletzt unter Druck stehende TSG-Trainer Sebastian Hoeneß eine Atempause. „Da war so viel Gutes dabei, dass ich es gar nicht alles zusammenbekomme. Das war von der ersten bis zur letzten Sekunde stark“, erklärte Hoeneß.

„Da sieht man, was für eine Qualität wir in dem Kader haben. Wichtig ist für uns auch, zu Null gewonnen zu haben“, fand Nationalspieler David Raum.

Köln wartet weiter auf den ersten Auswärtssieg in der laufenden Saison. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Zudem kassierte der FC nach fünf Partien ohne Niederlage wieder ein Pleite.

Die 14.309 Zuschauer in der Rhein-Neckar-Arena sahen nach einer kurzen Phase des Abtastens in der 8. Minute einen krassen Fehlpass des Kölner Abwehrchefs Rafael Czichos. TSG-Starstürmer Andrej Kramaric nahm das Geschenk aber nicht an.

Nach dieser Szene nahm die Partie Fahrt auf. Beide Teams machten ordentlich Tempo. Dabei war den Kölnern das Selbstvertrauen durch die Erfolge der vergangenen Wochen anzumerken - obwohl der kurzfristig erkrankte Kapitän Jonas Hector, Dejan Ljubicic und Ellyes Skhiri fehlten.

Bebou verrät Tor-Geheimnis

Die Gastgeber, die ohne Ermin Bicakcic, Benjamin Hübner, Marco John und Havard Nordtveit auskommen mussten, bekamen das Spiel nicht in den Griff. Den Hoffenheimern unterliefen zu viele Fehler. So reichte es immer nur für kurze TSG-Druckphasen.

Nach rund einer halben Stunde zeigte Kramaric seine Klasse als Vorbereiter. Bebou verwertete das perfekte Zuspiel. Kurz darauf musste Hoffenheims Außenverteidiger Pavel Kaderabek raus, nachdem er bei einem von ihm verübten Foul eine Verletzung erlitten hatte.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs brachen bei den Gästen ohne Vorwarnung mit dem 2:0 durch Bebou alle Dämme. Die Kölner Abwehr existierte in dieser Phase nur auf dem Papier.

„Ich bin genau vor einer Woche Vater geworden. Natürlich ist man überglücklich. Meiner Familie und meinem Sohn geht es gut. Das gibt einen Extraschub“, verriet Doppelpacker Bebou sein Erfolgsrezept.

Erst nach einer knappen Stunde nahmen die Kölner wieder ernsthaft am Spiel teil. Immerhin ließen sich die Schützlinge von Trainer Steffen Baumgart trotz des klaren Rückstands nicht hängen, die Mannschaft war um Schadensbegrenzung bemüht. Geiger und Posch mit seinem ersten Pflichtspieltreffer für die Kraichgauer schraubten das Ergebnis dennoch in die Höhe.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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