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Standardwerte im Plus – Spotify-Aktie gibt nach

Röder, Jürgen
·Lesedauer: 4 Min.

Ein verhaltener Umsatz-Ausblick belastet das Papier des Streamingdienstes. Gamestop-Aktien sind nach ihrem Rekordtief am Dienstag wieder leicht gestiegen.

In der berühmten Straße befindet sich der Sitz der New York Stock Exchange. Foto: dpa
In der berühmten Straße befindet sich der Sitz der New York Stock Exchange. Foto: dpa

Starke Geschäftszahlen der Google-Mutter Alphabet haben am Mittwoch die Laune der US-Anleger aufgehellt. Der Dow Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent höher auf 30.723 Punkten. Der breit gefasste S & P 500 stieg ebenfalls um 0,1 Prozent und stand zum Schluss bei 3830 Zählern. Der technologielastige Nasdaq ging dagegen kaum verändert bei 13.610 Punkten aus dem Handel.

Investoren warteten nun auf Details zu den geplanten US-Staatshilfen zur Abfederung der Coronavirus-Pandemie, sagten Experten. US-Finanzministerin Janet Yellen machte sich unterdessen für eine vollständige Umsetzung des von Präsident Joe Biden vorgeschlagenen Hilfspakets im Volumen von 1,9 Billionen Dollar stark.

Erleichtert seien die Anleger darüber, dass sich die neue US-Finanzministerin Janet Yellen mit Börsenaufsehern beraten wolle, wie sich die jüngsten Kurs-Kapriolen beim Videospiele-Händler Gamestop und anderen Werten verhindern lassen, sagte Anlagestratege Jim Reid von der Deutschen Bank.

In den vergangenen Wochen hatten Kleinanleger mit konzertierten Käufen Hedgefonds zur Auflösung von Wetten auf den Verfall des Gamestop-Kurses gezwungen und an den Rand des Ruins getrieben.

Gamestop-Aktien stiegen am Mittwoch um 2,7 Prozent, nachdem sie am Dienstag mit einem Rekord-Minus von 60 Prozent geschlossen hatten. Zuvor hatte die Handelsplattform Robinhood, die bei der Rally der vergangenen Wochen eine zentrale Rolle gespielt hatte, angekündigt, dass Kunden künftig auch Bruchteile von Gamestop-Aktien handeln können. Dies erleichtert Kleinanleger Investitionen, weil der Einsatz geringer ist.

Bei den Kryptowährungen stieg Ethereum um bis zu 8,4 Prozent auf ein Rekordhoch von 1639,98 Dollar. Investoren liefen sich für das anstehende Debüt von Terminkontrakten auf die nach Bitcoin zweiwichtigste Cyber-Devise an der US-Derivatebörse CME warm, sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. Dieser Schritt mache die Kryptowährung für institutionelle Investoren attraktiver.

Erfreuliche Konjunkturdaten

Amazon-Papiere gaben trotz einer wie bei Alphabet positiven Quartalsbilanz nach, weil der überraschende Rückzug von Firmengründer Jeff Bezos von der Konzernspitze Händlern zufolge doch die Hoffnung auf weiterhin überragende Zahlen schmälerte.

Amazon und Alphabet hätten mit ihren Quartalsergebnissen die Markterwartungen deutlich übertroffen, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Amazon-Aktien schlossen knapp zwei Prozent im Minus. Die Papiere von Alphabet kletterten dagegen um 7,3 Prozent auf rund 2058 Dollar je Anteilsschein.

Noch steiler bergauf ging es für GW Pharma. Die Papiere des Spezialisten für Medikamente auf Cannabis-Basis stiegen um fast 45 Prozent, nachdem Konkurrent Jazz 220 Dollar je Aktie oder insgesamt 7,2 Milliarden Dollar für GW geboten hatte. Die Papiere des GW-Rivalen Zynerba gewannen mehr als 27 Prozent.

Kursgewinne zwischen acht und zwölf Prozent verbuchten Cannabis-Produzenten wie Aurora, Cronos oder Tilray. Der börsennotierten Fonds (ETF) für die Branche gewann knapp zehn Prozent. Jazz-Titel verloren dagegen 3,8 Prozent.

Mehr als 80 Prozent der S & P 500 Unternehmen haben mit ihren Quartalszahlen bisher die Gewinnerwartungen der Analysten übertroffen. Laut den Daten des Anbieters Refinitv haben bei den Technologieunternehmen sogar 97 Prozent die Schätzungen der Experten übertroffen.

Auch Konjunkturdaten waren erfreulich. Nach der jüngsten Entlassungswelle haben die US-Unternehmen zu Jahresbeginn überraschend viele Stellen aufgebaut. Unter dem Strich wurden im Januar in der Privatwirtschaft 174.000 Arbeitsplätze geschaffen, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Personaldienstleisters ADP hervorgehrt. Im Dezember hatten die Firmen beim Personal den Rotstift angesetzt und 78.000 Stellen gestrichen.

Blick auf die Einzelwerte

Curevac: Die Impfstoff-Kooperation mit GSK lässt Anleger auch an der Wall Street zu Curevac greifen. Die dort gelisteten Aktien ziehen um 6,6 Prozent an. Das Biotechunternehmen will zusammen mit dem britischen Pharmakonzern Covid-19-Impfstoffe der nächsten Generation entwickeln, die sich gegen die aufkommenden ansteckenderen Virus-Varianten richten.

Spotify: Die anhaltende Coronakrise verunsichert den weltgrößten Musik-Streaminganbieter Spotify. Es sei schwer, Vorhersagen zu treffen, teilte das schwedische Unternehmen am Mittwoch mit. Für das laufende Quartal rechnet Spotify maximal mit einem Zuwachs auf 364 Millionen Nutzer und für das Gesamtjahr maximal mit 427 Millionen Anwendern. Der Umsatz von Januar bis März soll maximal bei 2,19 Milliarden Dollar liegen. Dies ist weniger als von Analysten erwartet. Der verhaltene Ausblick kam an der Wall Street schlecht an. Die Spotify-Aktie fiel um 8,06 Prozent.

Abbvie: Der US-Pharmakonzern profitiert von einer hohen Nachfrage nach seinem Blockbuster-Medikament Humira und der Übernahme des Botox-Herstellers Allergan. Der Umsatz von Abbvie sprang im vierten Quartal – auch dank der Übernahme von Allergan - um gut 59 Prozent auf 13,9 Milliarden Dollar in die Höhe, mehr als Analysten erwartet hatten. Das lässt die Aktien um knapp 3.4 Prozent steigen.

Biogen: Die Aktien von Biogen verlieren an der Wall Street 5,2 Prozent. Der US-Biotechkonzern hat die Anleger mit seinem Gewinnziel für 2021 klar enttäuscht. Angepeilt werden 17 bis 18,50 Dollar je Aktie, im Schnitt rechneten Analysten mit 24,67 Dollar.

Mit Agenturmaterial