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Freie Universität Berlin prüft erneut Giffeys Dissertation

·Lesedauer: 1 Min.

Die FU Berlin will die umstrittene wissenschaftliche „Magna-cum-Laude“-Arbeit von SPD-Politikerin Franziska Giffey nach etlichen harten Plagiatsvorwürfen noch einmal neu bewerten.

Nach harten Plagiatsvorwürfen will die Freue Universität Berlin die Doktorarbeit der SPD-Politikerin neu bewerten. Foto: dpa
Nach harten Plagiatsvorwürfen will die Freue Universität Berlin die Doktorarbeit der SPD-Politikerin neu bewerten. Foto: dpa

Anzumerken ist ihr nichts: Mit gewohnt unverstellter Art warf sich Bundesfamilienministerin Franziska Giffey am Donnerstag in die Diskussion mit EU-Kommissarin Helena Dalli über die Lebensrealitäten lesbischer Frauen. Diskriminierung sei „traurige Realität“, trommelte die SPD-Politikerin.

„Traurig“ dürfte für Giffey auch die Nachricht vom Vorabend gewesen sein, dass die Freie Universität (FU) Berlin ihre Dissertation erneut prüfen wird – obwohl die Ministerin den Verzicht auf ihren Doktortitel erklärt hat.

Dennoch will die Uni nun genau klären, ob beim ersten Verfahren „nach den richtigen Kriterien die richtige Entscheidung“ getroffen worden sei. Nachdem Anfang 2019 Plagiatsvorwürfe gegen Giffey laut wurden, hatte die FU die Doktorarbeit geprüft und eine „Rüge“ ausgesprochen.

Die Ministerin durfte den Titel behalten. In der Folge hatten sich mehrere Rechtsgutachten mit der Frage befasst, ob dies zulässig war. Nun soll das Verfahren neu aufgerollt werden.

Für Giffey und die Berliner SPD sind das keine guten Nachrichten. Denn die 42-Jährige will nicht nur den Landesvorsitz der Partei übernehmen, sondern 2021 auch Regierende Bürgermeisterin werden. Bescheinigt ihr die FU jedoch vor der Wahl vorsätzliche Täuschung, könnte aus der Hoffnungsträgerin schnell eine Hochrisikopatientin werden.

Schon jetzt mehren sich die Rufe, die Ministerin müsse angesichts ihres „sanktionswürdigen wissenschaftlichen Fehlverhaltens“, das ein Unigremium bereits bescheinigt hat, zurücktreten – so wie die Minister Karl-Theodor zu Guttenberg und Annette Schavan vor ihr.

Die Uni will das neue Verfahren möglichst bis Ende Februar abschließen.