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Französische Regierung soll Opel-Kauf durch PSA befürworten

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Paris (dapd). Die französische Regierung will offenbar Volkswagen (Other OTC: VLKAY - Nachrichten) ausbremsen: Paris befürwortet einen Kauf von Opel durch den Autobauer PSA Peugeot-Citroën, wie die Zeitung "Le Monde" am Dienstag berichtete. Ziel sei es, einen europäischen Champion zu schaffen, der Volkswagen die Stirn bieten könne. Um den Opel-Mutterkonzern GM davon zu überzeugen, gebe es nur ein Mittel: "Dass PSA Opel direkt kauft", zitierte "Le Monde" einen Verantwortlichen im Finanzministerium. Ein Opel-Sprecher sagte der Nachrichtenagentur dapd, der Bericht sei "reine Spekulation und sonst überhaupt nichts".

Die französische Regierung sei sehr besorgt angesichts der Strategie des größten europäischen Autobauers Volkswagen, der mit Niedrigpreisen den Markt durcheinanderbringe, schrieb "Le Monde". "Volkswagen hat entschieden, PSA auszulöschen", zitierte die Zeitung aus dem Umfeld von Präsident François Hollande.

Der angeschlagene Autobauer PSA hat mit einem dramatischen Absatzeinbruch zu kämpfen und muss 8.000 Stellen streichen. GM (NYSE: GM - Nachrichten) habe bereits im Herbst eine PSA-Fusion mit Opel abgelehnt, da die französische Nummer Zwei in Europa zu schlecht dastehe, berichtete "Le Monde" weiter.

Moscovici: Strategie bleibt Sache der Konzernführung

GM und PSA hatten Ende Februar 2012 eine strategische Allianz verkündet, der US-Konzern stieg mit sieben Prozent bei PSA ein. Im Dezember hatten beide Firmen dann die Entwicklung von drei Fahrzeugprojekten und die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens im Bereich Einkauf vereinbart.

Finanzminister Pierre Moscovici hatte am Sonntagabend in einem Interview mit dem Radiosender France Inter gesagt, PSA sei ein "starkes Unternehmen", das seinen Platz auf dem europäischen und weltweiten Markt habe. Es handele sich allerdings um ein privates Unternehmen, deshalb bleibe die Strategie der Konzernführung vorbehalten. "Es ist Sache der Chefs, Annäherungen vorzunehmen, die sie für nützlich halten - und wir sind da, um sie zu begleiten und unser Gewicht in die Waagschale zu werfen." Moscovici führte allerdings nicht weiter aus, was er damit meinte.

Der französische Staat hatte der PSA-Bank im vergangenen Jahr sieben Milliarden Euro an Garantien gegeben. Woher das Geld für einen möglichen Opel-Kauf kommen soll, ist völlig unklar.

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