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Französische Firmen bereiten sich auf Boykott ihrer Waren in arabischen Ländern vor

·Lesedauer: 1 Min.
Demonstranten in Libyen verbrennen Foto Macrons
Demonstranten in Libyen verbrennen Foto Macrons

Nach den Äußerungen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zum Islam fürchten Unternehmen des Landes den Boykott ihrer Waren in arabischen Ländern. Der Präsident des größten Arbeitgeberverbandes Medef, Geoffroy Roux de Bézieux, rief die Mitglieder am Montag aber auf, sich einer solchen "Erpressung" zu widersetzen: "Unsere Werte zählen mehr als unsere Geschäfte", sagte er dem Radiosender RMC.

Macron hatte nach der Enthauptung des Lehrers Samuel Paty durch einen mutmaßlich islamistischen Angreifer gesagt, der Islam stecke in einer "Krise". Auch erklärte er, Frankreich werde Karikaturen des Propheten Mohammed "nicht aufgeben". Daraufhin gab es in mehreren muslimischen Ländern Demonstrationen gegen Macron; in einigen Ländern schlossen sich die Demonstranten dem Aufruf ihrer Regierungen zum Boykott französischer Produkte an. 

Arbeitgeberpräsident Roux de Bézieux sagte am Montag, natürlich sei das eine "schlechte Nachricht". Allerdings seien die Boykottaufrufe noch "örtlich begrenzt". 

Supermärkte in Katar und Kuwait bereiten den Boykott französischer Produkte vor; auch in Jordanien sollen französische Waren verbannt werden. Der Chef der Handelskammer in Amman rief Macron in einem Brief an den französischen Botschafter in Jordanien dazu auf, sich bei der islamischen Welt zu entschuldigen.

ilo/jm