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Habeck ruft zum Vermeiden von Weltraumschrott und europäischer Souveränität im All auf

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat sich für das Vermeiden von Weltraumschrott und eine größere europäische Souveränität in der Raumfahrt ausgesprochen. "Eine sichere Kommunikation, die Fähigkeit, eigene Satelliten ins Weltall zu bringen, all das hat eine neue Bedeutung bekommen", sagte Habeck, der am Dienstag turnusgemäß den Vorsitz des ESA-Ministerrates übernommen hat.

Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire rief seinerseits dazu auf, die europäische Raumfahrt gegen Konkurrenz aus China und den USA zu verteidigen. "Am Ende unserer Diskussionen müssen wir eine gemeinsame europäische Raumfahrtpolitik haben und uns einig zeigen gegenüber chinesischen und amerikanischen Ambitionen", sagte er zum Auftakt des Ministertreffens.

"Wenn wir unabhängig sein wollen, müssen wir Geld auf den Tisch legen", betonte Le Maire. Bei dem zweitägigen Treffen der Vertreter der 22 Mitgliedstaaten soll der Haushalt der ESA in Höhe von gut 18 Milliarden Euro für 2023 bis 2025 verabschiedet werden, ein Viertel mehr als in den vergangenen drei Jahren.

Davon sind drei Milliarden Euro für die Beobachtung der Auswirkungen des Klimawandels und 3,3 Milliarden für den Transport ins Weltall, insbesondere für die Trägerrakete Ariane 6, vorgesehen. Für die Erforschung des Weltalls durch Roboter und Astronauten veranschlagt die ESA ebenfalls drei Milliarden Euro.

"Wir müssen die Kommerzialisierung der Raumfahrt vorantreiben", sagte ESA-Chef Aschbacher. Die Raumfahrt-Industrie mache heute 340 Milliarden Euro aus. Im kommenden Jahrzehnt könnten es bis zu 1000 Milliarden sein, betonte er.

Der Chef der Deutschen Raumfahrtagentur, Walther Pelzer, betonte die Notwendigkeit der Investitionen gerade in schwierigen Zeiten. "Wir  wollen, dass die Raumfahrt das Leben auf der Erde tatsächlich verbessert. Das ist zum Beispiel bei der  Erdbeobachtung mit Satelliten der Fall", sagte er dem "Spiegel". Dies sei für den Kampf gegen den Klimawandel wichtig.

Deutschland, Frankreich und Italien, die bei der Entwicklung von Microlaunchern miteinander konkurrieren, betonten am Montag, dass die europäische Raumfahrt den institutionellen Raketenstarts weiter den Vorrang einräume. Zugleich solle aber auch der Weg für Microlauncher freigemacht werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Microlauncher sind kleinere Raketen, die die Möglichkeiten der etablierten größeren Trägerraketen ergänzen sollen.

"Wir verpflichten uns für den Weiterbau der Ariane 6, die uns einen unabhängigen und autonomen Zugang zum Weltraum garantiert", betonten Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und sein französischer Kollege Le Maire in einer gemeinsamen Erklärung.

Zum Abschluss der Ministertagung am Mittwoch sollen die künftigen Astronauten vorgestellt werden, unter ihnen voraussichtlich ein Franzose.

kol/ma