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Frankreich schwer verärgert wegen U-Boot-Deals mit Australien

·Lesedauer: 1 Min.

PARIS (dpa-AFX) - Frankreich ist wegen Australiens Entscheidung zum Bau amerikanischer statt französischer U-Boote im Rahmen einer neuen Sicherheitsallianz mit den USA und Großbritannien schwer verärgert. "Dies ist eine Entscheidung gegen den Geist und den Inhalt der Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Australien, die auf politischem Vertrauen aufbaut sowie auf der Entwicklung einer hochwertigen Verteidigungsindustrie in Australien", erklärten Außenminister Jean-Yves Le Drian und Verteidigungsministerin Florence Parly am Donnerstag in Paris. Ein europäischer Partner wie Frankreich werde einfach beiseite geschoben.

Le Drian machte darüber hinaus im Radiosender France Info aus seinem Zorn keinen Hehl: "Ich bin wütend. So etwas macht man nicht unter Verbündeten", sagte der Außenminister. "Das ist ein Schlag in den Rücken." Er sprach von einer "einseitigen, brutalen und unvorhersehbaren Entscheidung". Sie erinnere stark an das Auftreten des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. "Wir haben mit Australien eine Vertrauensbeziehung aufgebaut. Dieses Vertrauen ist betrogen worden." Die Australier müssten nun erklären, wie sie aus der Sache rauskommen wollten. "Wir sind mit der Geschichte noch nicht fertig."

Australiens Entscheidung, statt konventioneller U-Boote mit französischer Hilfe nun nuklearbetriebene U-Boote mit amerikanischer und britischer Unterstützung zu bauen, bedeutet für Frankreich den Verlust einer 56-Milliarden-Euro-Vereinbarung. US-Präsident Joe Biden, Australiens Regierungschef Scott Morrison und der britische Premierminister Boris Johnson hatten zuvor eine neue Allianz verkündet, die sich insbesondere gegen militärische Bedrohung durch China im Indopazifik richtet. Dazu gehört auch der Bau der U-Boote.

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