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Frankreich dringt auf gemeinsames Vorgehen gehen hohe Energiepreise

·Lesedauer: 2 Min.
Archivfoto von Bruno Le Maire (AFP/GEOFFROY VAN DER HASSELT)

Frankreich dringt weiter auf ein gemeinsames Vorgehen gegen hohe Energiepreise in Europa. "Wir wollen einen automatischen Preisstabilisator einrichten", sagte der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Energieproduzenten, die wegen der gestiegenen Preise hohe Gewinne machen, sollten dies an die Kunden weitergeben, forderte er. Beim Treffen der Euro-Länder in Brüssel stießen die Vorschläge auf ein geteiltes Echo.

"Wenn der Gaspreis bei 150 Euro liegt und ein Stromlieferant nur 50 Euro Produktionskosten hat, wie es bei EDF (dem mehrheitlich staatlichen französischen Stromkonzern) der Fall ist, dann fallen automatisch hohe Gewinne an", erklärte Le Maire. Davon sollten künftig auch private Kunden und Unternehmen profitieren.

Frankreich wolle sich außerdem für Langzeitverträge mit Fixpreisen für Unternehmen einsetzen, sagte Le Maire. Dies solle ausschließlich CO2-arme Energieträger betreffen. "Dies würde den Preis für Großkunden stabilisieren und gleichzeitig die CO2-armen Energien fördern", sagte Le Maire. Frankreich bezieht etwa 70 Prozent seines Stroms aus Atomkraftwerken und setzt sich dafür ein, Atomkraft als emissionsarme und deswegen "grüne" Energie von der EU anerkennen zu lassen.

Le Maire beriet am Montag in Brüssel mit den Finanzministern der anderen Euro-Länder über die Lage. Unterstützt wird Frankreich unter anderem von Spanien, Griechenland und Tschechien. Dagegen hatten neun Länder um Deutschland, Österreich und die Niederlande zuletzt vor Markteingriffen gewarnt.

Der niederländische Finanzminister Wopke Hoekstra sagte in Brüssel, Rufe nach einem integrierten Markt würden "das Problem nicht postwendend lösen". Er riet zu nationalen Erleichterungen für Verbraucher und Unternehmen.

In Deutschland sprach sich der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, für eine Entlastung der Verbraucherinnen und Verbraucher aus. Dafür müsse die künftige Ampel-Koalition "schnell und unkompliziert Sorge tragen", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Montag. Müller schlug etwa Klimaschecks und ein Mobilitätsgeld vor. Gassperren müssten ausgesetzt werden. "Niemand sollte im Winter frieren müssen", betonte er.

Bei den Strompreisen schneidet Deutschland im internationalen Vergleich schlecht ab, wie eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox zu Energiepreisen in 145 Ländern ergab. Danach mussten deutsche Verbraucher im Schnitt im zweiten Quartal - also noch vor dem jüngsten Preisanstieg - 31,80 Cent für eine Kilowattstunde Strom bezahlen. Damit zahlten Deutsche "die höchsten Strompreise", erklärte Verivox. Auf Platz zwei folgte laut dem Vergleichsportal Dänemark mit 29,38 Cent je Kilowattstunde vor Belgien mit 26,60 Cent.

lob/jm

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