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Frankreich bereitet "Marshallplan" für Tourismusbranche vor

Eine geschlossene Strandbar in Collioure in Südfrankreich

Frankreich bereitet einen "Marshallplan" für seine angeschlagene Tourismusbranche vor. Für den von der Corona-Pandemie betroffenen Sektor seien Hilfen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro geplant, erklärte das staatliche Finanzinstitut Caisse des Dépôts.

Das Hilfsprogramm soll in dieser Woche von einem Ausschuss unter Leitung von Premierminister Edouard Philippe auf den Weg gebracht werden, wie der Vizechef der Caisse des Dépôts, Olivier Sichel, am Montagabend dem Rundfunksender France Info sagte. Es gehe um einen "großen Marshallplan für den Tourismus".

Nach seinen Angaben sollen die Finanzhilfen unter Auflagen vergeben werden. Voraussetzungen seien Umweltschutz und die Nutzung digitaler Techniken, "damit das Angebot allen Franzosen zugänglich gemacht wird", betonte Sichel.

Frankreich hatte die in der Corona-Krise verhängte Ausgangssperre am Montag nach acht Wochen erstmals gelockert. Fahrten im Umkreis von hundert Kilometern um den Wohnort sind erstmals wieder erlaubt. Strände, Hotels und Restaurants sollen aber nach Willen der Regierung noch bis mindestens Juni geschlossen bleiben.