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Früherer IWF-Chef Rato in Prozess um Bankia-Börsengang in Spanien freigesprochen

·Lesedauer: 1 Min.
Früherer IWF-Chef Rato 2015 in Madrid
Früherer IWF-Chef Rato 2015 in Madrid

Neun Jahre nach dem für viele Kleinanleger verlustreichen Börsengang der spanischen Großbank Bankia ist der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Rodrigo Rato, freigesprochen worden. Vor dem Börsengang habe es "von allen notwendigen Institutionen" grünes Licht gegeben, erklärten die Richter in Madrid am Dienstag zur Begründung. Neben Rato, Ex-Chef der Bankia, waren wegen des Vorwurfs des Betrugs und der Bilanzfälschung mehrere weitere Bankmanager angeklagt. Sie wurden ebenfalls freigesprochen.

Rato war zwischen 1996 bis 2004 Wirtschaftsminister der Regierung von José María Aznar und von 2004 bis 2007 Chef des IWF. Von 2010 bis 2012 leitete er erst die Caja Madrid und dann das Geldinstitut Bankia, das aus der Fusion der Caja Madrid mit sechs weiteren Banken hervorging. 

2011 ging die Bankia an die Börse. Mehr als 300.000 Kleinanleger investierten für einen Mindestbetrag von tausend Euro in die Papiere des Finanzinstituts. Weniger als ein Jahr später war die Bank aber bereits derart in finanzielle Schieflage geraten, dass der Staat sie mit mehr als 20 Milliarden Euro vor der Pleite retten musste. Das Geldinstitut erklärte, bereits im Jahr des Börsengangs habe es einen Verlust von fast drei Milliarden Euro gemacht. 

2016 hatte Bankia begonnen, zehntausende Kleinanleger für Fehler beim Börsengang zu entschädigen. Zuvor war der spanische Oberste Gerichtshofs zu der Auffassung gelangt, dass die Bank Anleger beim Börsengang mit "schwerwiegenden Ungenauigkeiten" zu ihren Finanzdaten in die Irre geführt habe. Rato hatte vor Gericht unter anderem argumentiert, dass die spanische Zentralbank über die finanzielle Lage bei Bankia genauestens im Bilde gewesen sei.

jm/ilo