Deutsche Märkte schließen in 57 Minuten
  • DAX

    15.511,76
    -56,97 (-0,37%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.107,59
    -9,03 (-0,22%)
     
  • Dow Jones 30

    34.876,27
    +38,11 (+0,11%)
     
  • Gold

    1.813,80
    -8,40 (-0,46%)
     
  • EUR/USD

    1,1865
    -0,0011 (-0,09%)
     
  • BTC-EUR

    32.567,47
    -1.087,05 (-3,23%)
     
  • CMC Crypto 200

    940,97
    -2,47 (-0,26%)
     
  • Öl (Brent)

    70,37
    -0,89 (-1,25%)
     
  • MDAX

    35.259,07
    -125,17 (-0,35%)
     
  • TecDAX

    3.717,06
    -0,88 (-0,02%)
     
  • SDAX

    16.469,74
    -80,18 (-0,48%)
     
  • Nikkei 225

    27.641,83
    -139,19 (-0,50%)
     
  • FTSE 100

    7.097,22
    +15,50 (+0,22%)
     
  • CAC 40

    6.712,68
    +36,78 (+0,55%)
     
  • Nasdaq Compositive

    14.628,55
    -52,52 (-0,36%)
     

Früher kaufte ich bevorzugt optisch billige Aktien: Aber ich habe aus meinen Fehlern gelernt!

·Lesedauer: 3 Min.
Watchlist Aktien

Die meisten Anleger kennen bestimmt dieses Phänomen. Es geht hier im Grunde einfach darum, dass man bei der Aktienauswahl neben vielen anderen Aspekten oftmals auch auf einen optisch billigen Kurs achtet. Interessiert man sich beispielsweise für zwei Aktien von Firmen mit demselben Tätigkeitsschwerpunkt, dann kommt einem diejenige mit dem optisch niedrigeren Kurs nicht selten wesentlich attraktiver vor.

Ich denke, dass unser Gehirn eben einfach so programmiert ist. Viele von uns kaufen bei einer Investition von sagen wir 2.500 Euro lieber 100 Aktien zu einem Stückpreis von 25 Euro als umgekehrt. Doch ich habe die Erfahrung gemacht, dass man mit dieser Herangehensweise nicht immer optimale Ergebnisse erzielt. Dennoch habe ich mich viel zu oft von optisch billigen Kursen zum Kauf verleiten lassen.

Allerdings habe ich mit der Zeit erkannt, dass ich hier einem weitverbreiteten Trugschluss zum Opfer gefallen bin. Und zwar der Annahme, dass sich eine Aktie mit einem Kurs von 10 Euro schneller verdoppeln könne als ein Titel, der zum selben Zeitpunkt 100 Euro pro Stück kostet. Doch heute weiß ich natürlich, dass dies völliger Blödsinn ist.

Teuer oder billig?

Im Grunde genommen kann man alleine an der Höhe ihres Kurses nicht feststellen, ob eine Aktie gerade billig oder teuer ist. Hier sind nämlich durchaus noch andere Faktoren mit einzubeziehen. Zwei der etwas häufiger dafür verwendeten Kennzahlen sind das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) und das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV). Und noch etwas sollte man sich eventuell verdeutlichen.

Stellen wir uns einmal zwei Aktiengesellschaften vor. Gesellschaft Nummer eins hat insgesamt 1 Mio. Aktien und Gesellschaft Nummer zwei insgesamt 10 Mio. Papiere ausgegeben. Nehmen wir an, dass der Aktienkurs von Nummer eins 100 Euro beträgt und der von Nummer zwei günstige 10 Euro. Beide Firmen weisen also einen Börsenwert von 100 Mio. Euro auf.

Für eine Investition von 2.500 Euro würde man zwar von jeder Gesellschaft unterschiedlich viele Aktien erwerben. Doch gemessen an ihrer Marktkapitalisierung ist man trotzdem an beiden Unternehmen zu einem gleich großen Teil beteiligt. Diese Tatsache habe auch ich lange ignoriert. Ich finde aber, dass sie durchaus beachtenswert ist.

Keine Angst vor hohen Kursen

Mittlerweile habe ich meine Taktik bei der Aktienauswahl so ausgerichtet, dass mich ein etwas hoher Kurs nicht mehr abschreckt. Ganz im Gegenteil. Wenn eine Aktie schon seit Monaten einen ansteigenden Kurs vorweisen kann, ist dies für mich kein Grund mehr, sie von vornherein als überteuert abzutun. Denn dieser Umstand deutet schließlich darauf hin, dass das dahinterstehende Unternehmen wohl eine gesunde Bilanz vorweisen kann.

Und getreu dem Börsenmotto „The Trend is your Friend“ spricht im obigen Fall für mich nichts dagegen, dass es mit dem Kurs nicht noch wesentlich länger nach oben gehen könnte. Denn warum sollte die Aktie ausgerechnet dann, wenn ich sie erwerben möchte, ihren Kursanstieg nicht weiter fortsetzen? Zumindest wenn man davon ausgeht, dass die geschäftliche Entwicklung weiter positiv bleibt.

Aber umgekehrt trifft dies natürlich auch zu. Hat eine Firma etwa Probleme, kann es schnell passieren, dass ihr Aktienkurs in einen optisch billigen Bereich abrutscht. Hier kann man nun zwar günstig einsteigen, doch besteht die Gefahr, dass es mit der Notierung immer noch weiter abwärts gehen könnte. Und genau dies ist mir nicht nur einmal passiert.

Meine Lehre daraus

Viel zu oft ist es früher vorgekommen, dass ich in vermeintliche „Schnäppchen“ investiert habe, die sich dann erst nach dem Kauf zu wirklichen billigen Aktien entwickelt haben. Deshalb gehe ich jetzt einen anderen Weg. Ich orientiere mich nicht mehr allzu sehr am Aktienkurs, sondern vielmehr an den Zukunftsaussichten des jeweiligen Unternehmens.

Und wenn sich diese für mich als sehr gut herausstellen, kommt ein Kauf für mich selbst dann infrage, wenn sich der Aktienkurs schon längere Zeit in einer tollen Aufwärtsbewegung befindet.

Der Artikel Früher kaufte ich bevorzugt optisch billige Aktien: Aber ich habe aus meinen Fehlern gelernt! ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

Mehr Lesen

Motley Fool Deutschland 2021

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.