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Forscher mahnen neue Regierung zu deutlich mehr Tempo beim Klimaschutz

·Lesedauer: 1 Min.
Offshore-Windenergie (AFP/Kenzo TRIBOUILLARD)

Eine höhere Stromerzeugung aus Wind und Sonne, ein früherer Ausstieg aus der Kohle und "weitere Kraftanstrengungen": Die neue Bundesregierung muss nach Einschätzung des Ariadne-Forschungsprojekts erheblich aufs Tempo drücken, um Deutschland bis 2045 zur Klimaneutralität zu bringen. "Klimaneutralität erreicht man nicht von heute auf morgen, deshalb müssen schon zu Beginn der nächsten Legislaturperiode wichtige Entscheidungen getroffen werden", mahnte Gunnar Luderer vom Ariadne-Forschungsprojekt am Montag.

Besonders wichtig sei ein "massiv beschleunigter Ausbau von Wind- und Sonnenergie", hieß es. In der Politik werde noch immer oft unterschätzt, "wie tiefgreifend der notwendige Umbau zur Klimaneutralität 2045 ist". Besonders die im Klimaschutzgesetz festgelegten Ziele für Gebäude und Verkehr würden "in vielen Szenarien nicht eingehalten", mahnt der Forschungsreport, an dem über 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehr als zehn Instituten beteiligt sind. Gefördert wird das Projekt vom Bundesbildungs- und Forschungsministerium.

Die Studie belege: Die Stromerzeugung aus Wind und Sonne müsste bis 2030 etwa 50 Prozent größer sein als bislang angepeilt. Der Ausstieg aus der Kohle würde auf einem Kurs zur Klimaneutralität bereits um 2030 erfolgen. Zudem seien erhebliche zusätzliche Kraftanstrengungen notwendig, um die Sektorziele für Industrie, Gebäude und Verkehr zu erreichen.

Besonders im Bereich Verkehr gebe es noch eine Menge zu tun: Mit mindestens 14 Millionen elektrisch betriebenen Pkw im Bestand des Jahres 2030 müsste die Elektrifizierung im Personenverkehr auf Kurs zur Klimaneutralität 2045 rund 40 Prozent höher liegen als zur Erreichung von Klimaneutralität im Jahr 2050, mahnte der Bericht. Damit einhergehen müsse auch der notwendige Ausbau der Ladeinfrastruktur.

hcy/bk

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