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Forscher haben entschlüsselt, warum auch Nichtraucher Lungenkrebs bekommen

·Lesedauer: 2 Min.

Von all den verschiedenen Krebserkrankungen fordert Lungenkrebs jedes Jahr weltweit die meisten Opfer. 2,2 Millionen Menschen erkrankten wissenschaftlichen Schätzungen zufolge im vergangenen Jahr an Lungenkrebs – knapp 1,8 Millionen starben an der Erkrankung. Erst mit weitem Abstand folgt in dieser Statistik Darmkrebs mit gut 935.000 Todesfällen.

Als Hauptauslöser für die Krebsart gilt das Rauchen. Allerdings bekommen auch Nichtraucher immer wieder Lungenkrebs. Etwa zehn bis 25 Prozent der Fälle entfallen Experten zufolge auf Menschen, die noch nie geraucht haben. Nun können Forscher erste Antworten darauf geben, warum und wie es bei diesen Menschen zur Erkrankung kommt.

Unter der Leitung von Maria Teresa Landi vom National Cancer Institute in den USA haben Forscher dazu Tumorzellen von 232 Nichtrauchern analysiert, die an Lungenkrebs erkrankt waren. 189 von ihnen hatten ein sogenanntes Adenokarzinom – die bei Nichtrauchern häufigste Art von Lungenkrebs. Die Wissenschaftler entnahmen ihnen Gewebeproben und unterzogen sie einer vollständigen Genomanalyse, untersuchten also das gesamte Erbgut der entarteten Zellen.

Die meisten Mutationen sind von äußeren Einflüssen unabhängig

Das Ergebnis der im Fachmagazin "Nature Genetics" veröffentlichen Studie: Der Lungenkrebs bei Nichtrauchern wird oft durch Mutationen verursacht – die sich bei den Betroffenen auf natürliche Weise durch körpereigene Prozesse entwickelt haben. In den meisten Fällen sind die Tumoren also von äußeren Einflüssen unabhängig. Ursachen waren den Gensignaturen zufolge Fehler wie eine unzureichende DNA-Reparatur, Kopierfehler oder DNA-Schäden.

Durch verschiedenartige Mutationsmuster ließen sich in der Studie auch drei Untertypen abgrenzen. Den ersten Typ nannten die Forscher „piano“. Er macht ihnen zufolge fast die Hälfte der Tumoren bei Nichtrauchern aus und hat vergleichsweise wenige Mutationen. Wichtig – und namensgebend – ist jedoch, dass diese Krebsart sich relativ langsam entwickelt und schon rund ein Jahrzehnt vor der Diagnose die ersten entarteten Zellen auftreten. Das lasse ein optimales Zeitfenster für die Früherkennung, schreiben die Forscher.

Die anderen Lungenkrebsarten nannten die Forscher entsprechend „Mezzo-Forte“ und „Forte“. Sie wachsen deutlich schneller als „Piano“ und weisen den Analysen zufolge deutlich mehr Mutationen auf als der ‚leise‘ Typ. Bei Mezzo-Forte beispielsweise sind ganze Teile der Chromosomen verändert oder liegen in mehreren Kopien vor. Und bei rund 95 Prozent der Zellen des Forte-Subtyps ab es sogar es eine Verdopplung des Genoms. Das deutet den Wissenschaftlern zufolge auf Fehler bei der Zellteilung hin.

Weil „Mezzo-Forte“ und „Forte“ genetisch homogener seien, ließen sie sich vermutlich gut "mit einer einzigen Biopsie" erkennen und so eine erfolgreiche Behandlung möglich machen, wie die Wissenschaftler schreiben. Unter Mezzo-Forte fallen rund 30 Prozent der Lungenkrebstypen von Nichtrauchen, der Forte-Typ ist für etwa 20 Prozent der Fälle verantwortlich. Die Forscher hoffen, durch das Wissen über die drei Typen von Lungenkrebs bei Nichtrauchern die Erkrankung künftig schneller erkennen und gezielter behandeln zu können.

sb

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