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Forscher haben die Blutgruppen von Neandertalern analysiert – die Urzeitmenschen besaßen Blutgruppenfaktoren, die uns heute fehlen

·Lesedauer: 2 Min.

Forschende der Universität Aix Marseille haben herausgefunden, dass Frühmenschen einen bestimmten Blutgruppenfaktor besaßen, der fast allen modernen Menschen fehlt. Demnach teilen diesen nur wenige Ureinwohner von Papua-Neuguinea und Australien. Das bringt neue Erkenntnisse darüber, wie Neandertaler und Denisova-Menschen sich ausgebreitet haben. Zuerst hatte das Magazin "Sincexx" darüber berichtet.

Wir unterscheiden unsere Blutgruppen aufgrund der Oberflächeneigenschaften unserer roten Blutkörperchen. Es gibt verschiedene Systeme, um unsere Blutgruppe einzuordnen - die wichtigsten sind das AB0-System und der Rhesusfaktor. Die Blutgruppe wird entscheidend, wenn wir ein Organ transplantiert bekommen oder eine Bluttransfusion brauchen.

Obwohl sicher ist, dass Urzeitmenschen wie Neandertaler und Denisova-Menschen genetische Spuren in unserem Erbgut hinterlassen haben, ist über die Blutgruppen, die sie besaßen, noch wenig bekannt. Deshalb hat ein Team rund um die Forscherin Silvana Condemi in einer Studie das Erbgut von drei verschiedenen Neandertalern aus der Zeit von 100.000 bis 40.000 Jahren und einem Denisova-Menschen verglichen. Dabei haben die Wissenschaftler die Gene der sieben wichtigsten Blutgruppenfaktoren analysiert und sowohl mit denen des frühen afrikanischen Homo sapiens als auch mit denen des heutigen Menschen verglichen.

Frühmenschen verfügen über verschiedene Varianten der AB0-Gene

Es zeigte sich, dass die untersuchten Frühmenschen, ähnlich wie wir, verschiedene Varianten der AB0-Gene aufwiesen. Der Denisova gehörte zur Blutgruppe 0, zwei der Neandertaler zur Blutgruppe A1 und der dritte zur Gruppe B. Das Erbgut aller drei Neandertaler wies zudem Anlagen für den Rhesusfaktor RhD auf. Dieser ist erst vor Kurzem bei einem australischen Aborigine entdeckt worden. Wie das Forschungsteam schreibt, könnte das ein Hinweis darauf sein, dass der Rehsusfaktor nach Ozeanien gelangt ist, indem sich die Neandertaler mit dem Homo Sapiens kreuzten.

Auch fanden die Forschenden heraus, dass unsere frühen Verwandten bestimmte Blutgruppenfaktoren besaßen, die weder beim Homo sapiens noch beim heutigen Menschen vorkommen. Beim Denisova-Menschen stellten sie eine Genvariante fest, die ausschließlich bei diesem Typ Frühmensch existierte. Die Neandertaler wiesen wieder eine andere Genvariante auf, die nur bei bestimmten modernen Menschen aus Südostasien oder Ozeanien vorkommt. Eine mögliche Erklärung dafür könnte laut den Wissenschaftlern sein, dass sich die Varianten als Reaktion auf bestimmte Krankheitserreger entwickelt haben.

Weitere Ergebnisse lieferten auch neue Indizien für die genetische Verarmung der Neandertaler - einer der möglichen Gründe, warum diese Spezies ausstarb. Denn die meisten der Genvarianten der drei Neandertaler stimmten überein - obwohl diese zeitlich bis auf 50.000 Jahre auseinander lebten. Das können ein Hinweis auf die vermehrte Inzucht unter Neandertalern sein.

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