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Forderung nach verpflichtendem Extrasparen aus der Union

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Der CDU-Pflegeexperte Roy Kühne fordert eine neue private Pflegeversicherung. Damit reagiert er auf die Ankündigung von Gesundheitsminister Jens Spahn, die Kosten für Pflegebedürftige künftig deckeln zu wollen.

Nach der Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), die Kosten für Pflegebedürftige künftig deckeln zu wollen, verlangen Gesundheitspolitiker der Union im Gegenzug eine zusätzliche Finanzierung. Der Pflegeexperte und Berichterstatter seiner Fraktion für das Thema, Roy Kühne (CDU), sagt zur von Spahn geplanten Reform: „Die Finanzierung der Pflegeversicherung muss so gestaltet sein, dass sie den steigenden Kosten der pflegerischen Versorgung einerseits und den Herausforderungen des demografischen Wandels andererseits entspricht.“ Wer mehr ausgebe, müsse auch sagen, wo Geld herkomme. „Dafür bedarf es einer verpflichtenden privaten, kapitalgedeckten Pflegezusatzversicherung, die auch paritätisch finanziert werden kann“, verlangt der CDU-Fachmann. Zusatzsparen, auch paritätisch mit Beteiligung der Arbeitgeber, sei eine gute Möglichkeit, so Kühne.

Nicht nur eine Deckelung des Eigenanteils für Hilfebedürftige verlangt aus Sicht der Unionsexperten nach neuer Finanzierung. Auch die vom Minister angestoßenen höheren Löhne für Pflegekräfte und bessere Personalschlüssel kosten mehr. Die Gesundheitsexperten von Union und SPD treffen sich am Donnerstagabend auf Einladung Spahns, um die von ihm vor einem Monat skizzierte Reform abzustimmen.

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